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  • Immer weniger Metzgereien

    http://www.focus.de/finanzen/videos/...d_7097159.html

  • #2
    Ja, das ist wohl wahr. Ich finde folgendes interessant:
    Zitat:
    "Eines der größten Probleme von Fleischereien ist jedoch der Nachwuchs. Das Image des Fleischers ist bei Jugendlichen nicht beliebt. Die ziehen eine Ausbildung im Büro dem Ausnehmen und Innereien vor. Auf viele Stellenausschreibungen bewirbt sich niemand. Nicht nur Fleischer selbst, sondern auch Fachverkäuferinnen und andere Mitarbeiter gelten als Mangelware"





    Das eine ist sicherlich der Ruf. Dazu kommt aber erschwerend die niedrigen Löhne dazu. Schlechter Ruf bei immerhin guter Bezahlung würde sicherlich zu einer größeren nachfrage führen.

    Ich würde auch behaupten, dass ein zurückgehender Fleischkonsum auch nicht allzu große Auswirkungen hat. Wir kaufen unser Fleisch eben einfach viel lieber im Supermarkt (einfacher, günstiger, längere Haltbarkeit im verpackten Zustand). Die paar male wo man sich dann beim Metzger des Vertrauens das Steak für den Grillabend holt, hilft dann vielleicht gerade mal für das gute Gewissen, nicht aber für den Fortbestand des Unternehmens.

    Viele Grüße

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    • #3
      Hier in Deutschland sind wir bequem geworden.
      Alles ist geregelt, man muss sich nicht kümmern, Hauptsache man hat Arbeit. Diese sollte natürlich nicht zu schwer sein, Das ganze Leben ist vorgeplant, Kita, Schule, Ausbildung, Arbeit, Rente. Lieber Miete als eigenes Haus. In der Schule werden die Kinder zu gehorsamen Arbeitnehmern erzogen, Es gibt keine Ausbildung in Unternehmertum, d.h. das die Jugendlichen lernen nicht, etwas selbst zu unternehmen, ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Sie lernen Bewerbungen zu schreiben, toll.
      Was ist lukrativer für junge Menschen? Im Supermarkt mit 13. Gehalt und Urlaubsgeld an der Kasse sitzen oder mit Basisgehalt den ganzen Tag hinter der Fleischtheke stehen?
      Und dann beklagen wir uns dass es keinen Nachwuchs gibt? Das die Großunternehmen alle kleinen fressen? Kein Wunder, haben es ja nicht anders gelernt. Das betrifft ja nicht die nur die Fleischbranche. Das gleiche gilt für den Einzelhandel, Backgewerbe usw.. Supermarkt ist bequemer und billiger Wir haben es uns in Deutschland so bequem eingerichtet, kaum jemand will Verantwortung übernehmen. Die Nichtwähler sind die größte Gruppe.
      Und es gibt keine einzige Partei in Deutschland, die bereit ist das zu ändern. Es ist ja alles so schön bequem.

      Wenn wir es nicht schaffen 10% der Jugendlichen zu echten Unternehmern zu erziehen (und es ist eine reine Erziehungsfrage) und weitere 70% zu unternehmungslustigen, aktiven Menschen, dann müssen wir uns nicht wundern. Dann wird das immer so weitergehen.

      Schöne Woche noch.
      E-Mail: post@rose-fleischtechnik.de

      www.rose-fleischtechnik.de

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      • #4
        Moin Henry. Da haste aber ein Thema angeschnitten. Aber ich kann dich vielleicht beruhigen. Es wird nicht so weitergehen. Heutzutage beschweren sich ja schon die Schueler, dass das Abi fast verschenkt wird. Das Bildungsniveau (hat nix mit Hautcreme zu tun) ist auf der vorletzten Stufe zum Keller. Daneben sind die Eltern, sofern sie noch in der Lage sind Kinder zu haben, voellig entmachtet.
        Hier etwas Lesestoff:
        http://www.dasmili.eu/art/wie-der-st...ilien-erzieht/
        https://petraraab.blogspot.com/2013/...ie-kinder.html

        Was die entmachteten Eltern aus den “Bildungsanstalten” zurueck bekommen sind Maedchenjungen oder Jungenmaedchen, die zwar wissen wo man Batterien einsetzt aber sonst im Durchschnitt strunzdoof sind. Da werden sich keine finden die noch Brote kneten wollen. Allenfalls mit der Federboa Regale abstauben.

        Wir sind auch schuld. Individualitaet, Spontanitaet wurden unseren Nachfolgern weitestgehend weggezuechtet. Es werden nur noch “Teamplayer” gewuenscht. So steht es in den meisten Stellenausschreibungen. Teamplayer vergleichen wir mal mit Gruppenarbeitern und wer da die Nase zu weit raushebt bekommt vom Teamleiter was drauf. Der Teamleiter zieht aus dem Wissen der Teamplayer das Wissen, welches seine eigene Stelle festigt. Ist ein Teamplayer hoeher gebildet als der Teamleiter gefaehrdet er dessen Job. Dann gibts eine Absage wegen “Ueberqualifiziert”. Das ist wie mit der Frau des Teamleiters. Selten das schoenere oder gar intelligentere Frauen als die Teamleitergattin eingestellt werden, obwohl die schoenere/intelligentere Frau eventuell mehr Kunden anspricht und dementsprechend mehr verkauft. Spieglein, Spieglein an der Wand….

        Diejenigen die “wertvoller als Gold” sind, (Originalton Martin Schulz/SPD) kommen schon jetzt nicht mit unserem geringen allgemeinen Bildungsstand mit. Kannst du dir vorstellen, dass diese Menschen noch nie was von Gender und gewaltfreier Erziehung gehoert haben? Wahnsinn. Da wir es so gewohnt sind, weil wir 70 Jahre darauf getrimmt wurden, werden wir mithilfe der Politik wieder eine Stufe zum Keller nehmen, damit wir in das Goldstuecketeam passen. Somit wird, mit wenigen Ausnahmen, ein ganzes Volk zu Teamplayern. Politisch gewuenscht und herbeigefuehrt.

        Aber was solls. Wenn ich den Wahlausgang in NRW sehe, dann kommen mir die Traenen. Es war eine Moeglichkeit alles zu aendern. Doch das Team war treu und brav. Mutti wird stolz sein und uns zur Belohnung noch mehr Goldstuecke schenken. Troesten wir uns Henry. Als die Russen den ersten Sputnik um die Erde schossen wollten die Amis das auch haben. Und da die Wernher von Brauns nicht an Baeumen wachsen, wurde alles aus uns herausgeholt. Deshalb, und weil wir maennlich sind, haben wir was gelernt und muessen uns nicht als Bundestags-Vizepraesidentin verdingen. In Zukunft aber…sehe ich schwarz.

        Weiterfuehrend habe ich dir einen Ausschnitt aus einem Buch eines dir bekannten Autors geschickt. Da sind aber soviele “harte” Worte drin, dass ich ihn der Community nicht zumuten kann.
        LG

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        • #5
          WORD.

          Es gruesst ganz brav das Schaaf

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          • #6
            Moin Schaefchen. Ich stehe grad mit zwei Hufen aufm Schlauch. WORD?

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            • #7
              Nuja...treffend aufm Punkt gebracht wuerd ich sagen.

              Es gruesst ganz brav das Schaaf

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              • #8
                Ich nehme diesen Fred einmal zu Anlass um ein Phaenomen zu beschreiben, von dem wenige erzaehlen aber sicher schon vielen begegnet ist. Wie ich aus Beitraegen hier im Forum gelernt habe zaehlt es, nicht nur in Kanada gar nichts, wenn man Fleischer und sogar Meister ist. Man hat schlicht und einfach im Sinne des Chefs zu funktionieren, indem man das Wissen aus 3 Lehrjahren, der praktischen und theoretischen Erfahrung bis zur Meisterpruefung und die Meisterpruefung selbst mitbringt, um irgendeine Bude, sei sie noch so gross und bedeutend, in irgendeiner Weise in Schuss zu bringen. Dadurch wird das gesamte, gigantische Finanzaufkommen, welches hinter der Ausbildung seitens der Eltern, der Lehr-und Ausbildungsstaette, der HWK,IHK als ueberbetriebliche Ausbildungsstaetten, der Meisterschule-und Schulung und das jahrelange persoenliche Engagement um zu einem Berufsabschluss zu kommen stillschweigend einkassiert und mit einem Stundenlohn von XX-Dollar honoriert.

                Um einen part-time-job von 3 Wochen zu bekommen muss man dann noch einen einwandfreien Lebenslauf nachweisen, moeglichst mehrsprachig sein, die familiaere Situation darlegen, Arbeitserfahrung nachweisen, hochmotiviert sein und Zusatzqualifikationen haben. Um die Motivation zu steigern wird die romantische Ader zum schwellen gebracht, indem das ferne Land lobpreist und ein Abenteuererlebnis suggeriert wird.
                Damit wir uns nicht missverstehen, mir ging es genau so, aber ich habe seit 20 Jahren Zeit um solche Abenteuer wahrzunehmen.
                Schlussendlich muss man dann noch ein paar Klamotten, eventuell Koffer kaufen, muss in Deutschland rumlaufen um ein Visum zu bekommen, sich evtl. impfen lassen und die notwendige taegliche Medizin auf Vorrat einkaufen. Dem Vater ist das egal aber Mutter weint. Oh Gott, mein Junge und so ein fernes Land.
                Wenn nicht,-Schwein gehabt.
                Wenn man selbst Familie hat,-kein Schwein gehabt.

                Und dann geht es als Teil des World Human Resource ab ins Abenteuerland, damit der angehende Chef die Kosten fuer einen weiteren inlaendischen Nichtskoenner, Langzeitmitarbeiter oder einen professional Consultant spart, indem der Abenteuersuchende ausgelutscht wird um den Bock***** den der Chef und seine Mannen im Abenteuerland jahrelang gebaut haben, auszugleichen.

                Vom Abenteuerland sieht man dann meistens sehr wenig. Eventuell Ausschnitte aus dem Fenster eines Taxis bis man dann in den 12-bis 16-Stunden-Tag in der Bude, sei sie noch so gross und bedeutend, integriert wird, denn die Zeit zur Aktion ist begrenzt und der Chef will maximalen Nutzen aus seiner Investition, in ein schaebiges Hotelzimmer mit brechreizerzeugendem Essen und der zugesagten schaebigen Entlohnung, ziehen.

                Bis man den Zahn gezogen bekommt von der Mannschaft gerne gesehen zu werden, in einem Luxushotel mit ausgezeichnetem Essen zu Leben, ordentlich entlohnt zu werden und ein Abenteuer erleben zu koennen, dauert es zumeist nur einen Tag.
                Dann ist man gelandet.

                Am Abend steht man dann verschwitzt vor dem Koffer voller Socken, Hemden, Hosen, Unterhosen zum wechseln und der Medizin die fuer 3 Wochen reichen soll und fragt sich, ob man nicht doch besser in Deutschland bei einem nachwuchslosen Chef haette anheuern sollen um den Laden spaeter zu uebernehmen. In jedem Fall koennte man sich aber mal fragen, ob es tatsaechlich 100ter Wurstsorten in einem Laden von 200 qm braucht, wo doch ein Schuster nur Damen-und Herrenschuhe zum reparieren und Leben benoetigt.
                Eine Raeucherscheune, vollgehaengt mit besten Schinken und Salami war schon immer mein Traum.
                Allemal waere das doch besser als in einem fremden Land das zu spielen was man von deutschen Fleischern erwartet.
                Vorauseilende, saubere, puenktliche, ueberfleissige Lakaien.
                Oder?

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                • #9
                  Fehlende Mitarbeiter/Nachwuchschefs sind ein erhebliches Problem. Ein Problem welches aber nicht nur unsere Branche betrifft. Ein Problem welches von Politik und Gesellschaft genau so herbeigeführt wurde, ob gewollt oder ungewollt sei jetzt mal dahin gestellt. Aber wenn ich höre wie sich die Muttis im Kindergarten (!) sich über das Abi ihrer Kinder unterhalten sieht man doch ganz genau wo die Reise hin geht. Heute macht man Abi, wenn nicht ist man ja auch nichts..oft sind es dann Kinder von Hausfrauen, die "es einmal besser haben sollen". Und wenn das Abi dann geschafft ist (was ja nun heute wirklich keine Kunst mehr ist), dann kommt das große Fragezeichen. Was nun ? Im Zweifelsfall gibt's dann erstmal ein FSJ oder ähnliches....


                  Viel rarer als Fachkräfte in gewissen Branchen werden zukünftig echte, mittelständische Unternehmer! Wo sollen die aber auch herkommen in einer Jugend in der alles bis auf selbstbewusste und selbstständige Jugendliche vertreten ist ?

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