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Bauern verkaufen Würste für 19 Cent

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    Bauern verkaufen Würste für 19 Cent

    Mit einer Aktion am Dienstag auf dem Eugen-Jaekle-Platz will der Kreisbauernverband auf den niedrigen Preis für Schweinefleisch hinweisen. Aus Protest verkaufen Bauern Würste für 19 Cent.

    Derzeit erhalten die Bauern fürs Kilo Schweinefleisch lediglich 1,25 Euro. Das ist nach Ansicht des Kreisbauernverbandes und der Schweinehalter viel zu wenig. „Die Preissituation in der Veredelung ist desaströs. Eine seit Jahren anhaltende ruinöse Situation am Schweinemarkt raubt den Betrieben die Perspektiven, heißt es in einer Pressemitteilung.
    Quelle und weitere Informationen zu der Protestaktion
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    #2
    Aus der selben Zeitung:
    Der Buchstabendieb hat zugeschlagen :
    http://www.swp.de/heidenheim/nachric...rt4306,3625135

    Kommentar


      #3
      Hahahahahh, echt lustig ‚‚‚‚‚
      Danke wuschel! Hast mich echt zul lachen gebracht! Habe es ausgedruckt und nehme es gleich mit in die wurstküche! Frohes schaffen!

      Kommentar


        #4
        Sers
        Ist zwar lustig,hat mit dem Eingangsfred aber nichts zu tun.
        Was die Aktion der Schweine Erzeuger betrifft, völlig unnötig.Der deutsche Verbraucher wills billig,daran wird diese Aktion auch nichts ändern.
        Zudem sind sie selber schuld,immer mehr produzieren und sich dann über den Preisverfall wundern.

        Riget

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          #5
          Danke fuer den Hinweis Riget. Waere ich nicht drauf gekommen.
          Ob der deutsche Verbraucher es billig will oder ob der deutsche Verbraucher nicht mehr bezahlen kann, ist ein Thema fuer sich.
          Immer mehr produzieren halte ich so auch nicht fuer richtig. Als noch regionale Schlachthoefe existierten, haben die Bauern ringsherum fuer den regionalen Markt gemaestet. Davon konnten sie, mit ein wenig Handeln, gut existieren, die Metzger konnten ihre Preise verlangen und die Kunden haben diese Preise auch ohne Reklamationen bezahlt. Die Fleischer die ich kenne, so auch mein Meister, hat immer bei den selben Bauern gekauft, wobei die Schlachtschweine-Stueckzahl maximal um 3 differierte. Einen Ueberschuss gab es nicht und die Schlachthauskuehlraeume waren Dienstagmittags leer. Dann kam in den 1990er Jahren die glohreiche Zentralisierung. Gruende: Die Kommunengelder wuerden knapp und EU-Beschluesse griffen. Folge: Ein Stellenabbau bzgl. angestellten Veterinaeren, Fleischbeschauern, und wegen effektiverer Kontrolle wurden die zentralen Schlachtstaetten gebaut, ausgebaut oder gefoerdert.
          Das die Kontrolleure auch weiterhin teilweise kalt gestellt werden kannst du hier sehen:
          https://www.ndr.de/nachrichten/niede...lleure100.html
          Ab diesem Zeitpunkt wurden auch verstaerkt LKW-Transporter fuer das Einsammeln der Mastschweine angeschafft, denn die Bauern konnten es sich nicht leisten mit ihren Masterfolgen von 5, 6 oder 10 Schweinen im Anhaenger woechentliche Touren bis zu 120 km zurueck zu legen. Die Todesraten stiegen auf solchen Fahrten. So entschlossen sich einige Bauern die einzelnen Wuerfe zusammen zu legen um in Grossboxen bis zu 30 oder gar 60 Schweine gleichzeitig zu maesten um sie dann per LKW an die Zentralschlachthoefe zu verkaufen. Es begann ein Schlachthofsterben so wie bei diesem hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlachthof_(Koblenz)
          Als die Schlachthoefe geschlossen waren hatten die Zentralschlachthoefe die Bauern bzgl. Preisen in der Hand. Es stellte sich fortan nicht mehr die Frage was sie verdienen wollen, sondern es wurde ihnen vorgerechnet was sie haben koennen.
          Da aber die Zentralschlachthoefe mehr eingeschickt bekamen als regional und ueberregional verkauft werden konnte, wurde der Export als grosses Geschaeft entdeckt. Und um dieses auszubauen musste immer mehr Schlachtvieh her, womit sich die Niedrigpreisspirale fuer die Erzeuger immer schneller drehte.
          Heute ist Regional erzeugt schon etwas besonderes.
          Dies aber nur als Auszug aus einem sehr komplexen Thema in dem man den Bauern keine Alleinschuld geben kann. Jeder will leben.
          Wir hatten alles. Und es hat funktioniert bis die Lobby groesser wurden. Womit wir in der Politik und bei einzelnen Parteien waeren. Das aufzufuehren waere aber hier nicht angebracht. Es kann also passieren, dass ein geschlachtetes Schwein, welches ein Metzger gerade zerlegt, aus dem Nachbarort stammt. Es hat nur nicht den direkten Weg nehmen duerfen, sondern den lobbyistisch gewollten Weg. Alles klar?
          In jedem Fall kann man von Gier bei den Erzeugern heutzutage ganz und gar nicht mehr sprechen. Das sich die Bauern wehren kann ich verstehen aber viele haben durch das regionale Metzgersterben keine Chance mehr auszuweichen. Lobbyistmus in der Fleischbranche heisst gross, viel, Millionenumsatz. Grosserzeugung,-Grossschlachtereien,-Grosswurstereien.
          Zwischen diesen Muehlsteinen wird es auch viele Maester zermahlen.
          Das nennt man dann moderne Marktwirtschaft. Davon leben die Damen und Herren in Bruessel. Aber wenn TTIP unterzeichnet ist, stellt sich die Frage ob noch jemand in der Lebensmittelbranche protestieren kann sowieso nicht mehr.
          Trotzdem...immer lustig bleiben oder?

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            #6
            Das lustige hat sich doch nur auf das eine Bild bezogen, bleib mal locker rigetttt ;-)

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              #7
              Hallo riget. Wie du sicher festgestellt hast geht es mir nicht darum Recht zu haben, sondern um Aufklaerung.
              Gestern am 17.1. erreichte mich die Email eines Freundes der viele Jahre in Russland arbeitet.

              Hier Ausschnitte aus der Email :
              Die Zeit der Deutschen ist entgültig vorbei.
              Info durch Internet, Gewürzfirmen, Maschinen- und Anlagenbauer etc.!
              Die Russen mischen jetzt sogar sehr viel Gewürzmischungen und Hilfsstoffe selbst. Da haben sich ganz erfolgreiche Firmen (z.B. Omega)
              entwickelt, die wirklich gut sind für RU-Sachen!
              Außerdem hat die politische Situation - RU Embargo vom Westen, vor allem durch [..] dazu beigetragen. RU Gegenmaßnahme sind sehr hohe Einfuhrzölle für Westgüter, bzw. totales Einfuhrverbot für Fleisch aus EU!
              Siehe nur die Situation der deutschen Schweineerzeuger; totaler Tiefpreis bei Schweinen! Aber die Regierung und Presse in der BRD sagt, das hat damit nichts zu tun. Die wirklichen Ursachen werden wieder mal verschwiegen, aber das kennen wir ja; leider die meisten Menschen in der BRD aber nicht!
              Wir Deutschen sind auch nicht mehr beliebt, durch unser Wissen, Können und Wesen, wie es mal war. [..] mit Ihrem
              blinden Folgen der USA Außenpolitik hat es geschafft!
              (Nun kommt ein nicht so themenbezogen wichtiger Teil)

              Weiter..
              Die einfachen Menschen in Ru haben echt zu kämpfen, daß sie durchkommen. Es war vor Jahren für alle einfachen Menschen viel besser!
              In der Fleischwirtschaft RU sind einige ganz Große am kippen, bzw. sind bereits kaputt!
              Investoren suchen fast alle Fleischbetriebe in RU ob groß oder klein.
              Die Anstrengungen der RU-Regierung, die Fleischerzeugung im Land zu steigern, scheint mir Wirkung zu zeigen. Es gibt jetzt viel mehr
              Schweine und Rinder, verschiedenster Leistungsrassen auf dem Markt zu kaufen! Und es wird mehr.
              Die Regierung in Ru geht sogar soweit und droht Investoren von landwirtschaftlichen Betrieben den Grund und Boden zu entziehen,
              wenn nicht erzeugt wird!
              Soweit die Ausfuehrungen meines Freundes.

              Da der Fleischexport nach Russland nun stagniert bzw. ganz zum Erliegen kommt,
              haben wir in der BRD eine Schwemme, die bis zu den Erzeugerpreisen durchschlaegt.
              Wenn der letzte Absatz in der Email wahr wird ..Es gibt jetzt viel mehr Schweine und Rinder, verschiedenster Leistungsrassen auf dem Markt
              zu kaufen! Und es wird mehr, koennen wir damit rechnen, dass der Export von Fleisch nach Russland noch gravierender einbricht. Dies fuehrt
              bei uns zu einem Rueckgang der Schlachtzahlen, der Veroedung von Schlachtbetrieben bis zur Schliessung was dann in hohen
              Arbeitslosenzahlen sichtbar wird und damit einhergehend auch zu einem Erzeuger- (Bauern) sterben. Momentan ist da noch ein Schweinebergder zum Preisverfall beitraegt, aber das kann sich schnell und dramatisch noch negativer fuer die Erzeuger aendern.
              Naemlich dann, wenn sie nichts mehr zu erzeugen brauchen.

              Da hier ja doch einige im Forum unterwegs sind die sich mit dem Russlandgeschaeft gut auskennen, bin ich auf Kommentare gespannt.
              In jedem Fall halte ich diese Entwicklung fuer nicht gesund fuer die Erzeuger und alles was bzgl. Fleisch danach kommt.
              LG

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