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Düstere Aussichten: Ein paar statistische Zahlen zum Einkaufsverhalten in Deutschland

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    Düstere Aussichten: Ein paar statistische Zahlen zum Einkaufsverhalten in Deutschland

    • Wenn man jeweils die ersten 9 Monate des Einkaufsverhalten für die Jahre 2015 bis 2019 vergleicht, dann ist die Einkaufsfrequenz für den Bereich Fleisch und Wurstwaren von 156 auf 143 Einkäufe zurückgegangen.
    • Das gleiche gilt für das Volumen. Von 503 kg auf 470 kg über den obigen Zeitraum.
    >> Der Handel / Abverkauf an die Konsumenten ist also weiter rückläufig.
    • Der einzige Bereich der steigt ist der Abverkauf über Promotion. D.h. immer mehr Konsumenten kaufen Fleisch und Wurstwaren über Werbeaktionen (+ 7% von 2018 auf 2019)
    • Grundsätzlich ist der Fleischverbrauch schon seit einigen Jahren rückläufig. Eine gewisse Kompensation des rückläufigen Schweinefleischs wird durch das Wachstum beim Geflügelfleisch erreicht. Trotzdem ist der Abverkauf von Fleisch insgesamt um 3,8 % (2018-2019) zurückgegangen.
    • Das gilt insbesondere auch für den Bereich des Grillsortiments. Hier wurden 2019 gegenüber 2018 6,7 % weniger Menge verkauft.
    • Auch der Abverkauf an den Theken der Fleischer hat ein Minus von 4,4%. Die Discounter stagnieren, nur der LEH macht Zuwächse beim Thekengeschäft (+2,3 %).
    • Dazu passt ins Bild, dass die Ernährungstrends eindeutig in Richtung Bio, mehr gesundheitsorientiert, öfters fleischlos, mehr Lifestyle und Genuss und Kochen als Event gehen. Dazu passt auch, dass der Anteil der Flexitarier auf über 32 % zugenommen hat.
    • Das gesamte Bio Segment hat ein Wachstum von ca. 12 % pro Jahr.
    • Auf der Gesamte Bereich der Convenience-Artikel ist im vergangenen Jahr um 3 % gewachsen. Dies allerdings auch nur im Veggie-Segment und in den Fertiggerichten. Der Anteil der Fleischsnacks ist beispielsweise von 13 % Anteil auf 10 % in den letzten 4 Jahren gefallen.
    • Der Anteil der Fleischersatzprodukte ist von 2018 auf 2019 um 18,6 % gestiegen.
    • Der Anteil der Vegetarier ist allerdings seit einigen Jahren relativ stabil zwischen 4-5% (GFK), das Institut Allensbach geht allerdings von ca. 7,3 % aus, über alle Bevölkerungsgruppen.
    >> Die Experten beim deutschen Fleischkongress 2019 in Wiesbaden gehen davon aus, dass es eine gewaltige Verschiebung des Konsums Fleisch um -20-25% hinzu >Vegetarier + 20-25% (Meat-Free) geben wird. Das bedeutet zwangsläufig, dass es zu einer weiteren Konzentration bei den Industriebetrieben und zu einer weiteren Bereinigung im Handwerksbereich kommen wird.
    • Kein Wachstum in der Menge, aber in der Marge in Verpackung und Qualität. Allerdings wird die momentane Preissituation mit den Einkaufspreisen auf Rekordniveau auch zu einem längst überfälligen Anstieg der Verkaufspreise führen. Was wiederum bedeutet, dass die verkauften Mengen weiter zurückgehen werden.
    Sämtliche Zahlen wurden von Helmut Hübsch der GFK (Gesellschaft für Konsumforschung) Consumer Panels & Services beim deutschen Fleischkongress in Wiesbaden veröffentlicht.

    Liebe Grüße

    Jürgen Huber
    Huber Consult e.K.

    Metzgermeister,
    Betriebswirt d. Hdw.
    staatl. gepr. Fleischtechniker
    REFA-Prozessorganisator
    Unternehmercoach
    Fachberater für die Fleischwirtschaft

    www.fleischer-beratung.de
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