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Künstlich Fleisch herstellen / Zellkultur durch Stammzellen Vermehrung

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  • Künstlich Fleisch herstellen / Zellkultur durch Stammzellen Vermehrung

    Hallo zusammen,

    die Massentierhaltung steht seit ein paar Jahren in ständiger Kritik.

    Die Idee der Wissenschaftler ist es "künstlich" Fleisch herzustellen.

    Dabei wird eine Stammzelle, die aus dem Stück Fleisch (zum Beispiel aus dem Nacken) entnommen wird, künstlich vermehrt (Zellkultur).

    Eine Stammzelle ist eine Art Ursprungszelle, die sich unbegrenzt vermehren und alle Zelltypen des Körpers bilden kann (zum Beispiel Muskelzelle, Nervenzelle, Blutzelle).

    Das wäre sicherlich ein Riesen Fortschritt für die Menschheit, was jedoch würde dies für die Fleischwirtschaft bedeuten? Was wäre, wenn keine Tiere mehr sterben müssten? Was ist, wenn es keine Schlachthöfe mehr gibt? Wie wird wohl die Zukunft der Fleischindustrie aussehen? Würde dies den ganzen ökonomischen und ökologischen Haushalt durcheinander wirbeln?

    Wie seht ihr das? Ich finde, das ist eine der spannendsten Themen der kommenden Jahrzehnte, die uns sicherlich zukünftig häufiger konfrontieren wird.

    Spannende Grüße,
    Ivan
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  • #2
    Hallo Ivan.
    Da ich gerade einen Beitrag einsetzte will ich die Zeit nutzen und kurz auf deine Frage antworten.
    Leider habe ich die Glaskugel verlegt und meine Wahrsagerin ist in Urlaub. Deshalb ist es schwer zu schreiben was in der Zukunft sein wird.
    Perry Rodon war einmal meine Lieblingslektuere und vieles was darin beschrieben wurde, wurde auch mehr oder weniger wahr.
    Genau so wie auch Dinge wahr wurden die Daniel Duesentrieb im Comik erfand.
    Ich bin der festen Meinung, dass dir, genau so wie mir, kein Zahn mehr weh tut wenn das Laborfleisch industrielle Reife erreicht.
    Daneben halte ich diese Erfindung fuer eine Katastrophe, denn einmal mehr werden sich die Menschen in der Hand einiger weniger oder gar eines einzigen Konzerns befinden.
    Was dann geschieht wissen wir schon heute.
    Gruss

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    • #3
      Ich denke das prinzipiell Fleisch an sich nicht nur ein Bestandteil der Wirtschaft ist sondern auch der menschlichen Ernährung. Abgesehen davon dass noch nicht genügend Studien über den Verzehr von "künstlichen" Strukturen vorliegen, sehe ich den Konsum von qualitativ hochwertigem Fleisch auch als ein Stück unserer Kultur und Lebensart an.

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      • #4
        Hallo Ivan, Hallo designer.
        In 10 bis 20 Jahren soll es soweit sein. Na da hoffe ich doch, dass wir noch die ersten
        in vitro-Steaks verkosten koennen.
        Was ich andeutete wird aber sehr wahrscheinlich auch wahr, wenn man den Text im ersten verlinkten Artikel bis zum letzten Satz liest. Da liegt der beruehmte Hase im Pfeffer.
        http://www.fr-online.de/wissenschaft...,23919296.html

        Wenn man dann den Namen des Foerderers in die Suchmaschine gibt kommt man hier hin:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Breakt..._Life_Sciences

        Und wenn man schaut wer da dahinter steckt, kommt man hier hin:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Genentech

        Und wenn man schon mal bei Google ist, dann ist man auch ganz schnell beim NSA.
        Die Ausfuehrungen darueber wuerden aber hier zu weit gehen.

        Vordergruendig wird, wie so oft, das Wohlbefinden der Menschen hervorgehoben aber ich glaube eher, dass es um Patente geht, so wie heute schon “Leben” patentiert ist und um wirtschaftliche und damit politische Interessen.

        Am Rande wuerde mich interessieren ob das in vitro-Fleisch als Klumpen oder als Strang gezuechtet wird, um zu sondieren welche Maschinen man da einsetzen kann. Ich koennte mir Formmaschinen vorstellen.
        Der Phantasie sind also in diesem Fall keine Grenzen gesetzt, wenn man weiss wie das Material am Anfang aussieht.
        LG

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        • #5
          Hallo zusammen,

          ich denke schon, dass die Stammzellenforschung in einigen Jahrzehnten soweit sein könnte.

          Aktuell befasst sich auch ein israelisches Startup Unternehmen mit diesem Thema:


          Für uns klingt das heute sicherlich nach Science-Fiction - doch wir wissen aus der Vergangenheit - Science-Fiction von heute ist die Wirklichkeit von morgen.
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          • #6
            Hallo Ivan.
            Ja, leider ist Science-Fiction oft wahr geworden.
            Ich glaube aber nicht, dass sich eine eingehende Diskussion ueber Kunstfleisch anhand dieses Videos lohnt. Die Argumentationen im Video sind einfach ausgemachter Unsinn.
            Natuerlich kann jeder seiner Phantasie freien Lauf lassen, doch was bringt das.
            Als unverbesserlicher Realist sehe ich das Video sicher anders als andere Leute. Fuer moralisch verwerflich halte ich es nicht, Tiere als Nahrungsquelle zu sehen und sie dementsprechend zu behandeln. Ich schaetze mal, dass entgegen einer bestimmten Gruppe Bundesbuerger ein paar Milliarden Menschen dies genau so sehen wie ich. Sollte es einmal moeglich sein, stelle ich gerne einige Filme aus Dritte-Welt-Laendern hier ein. Ansonsten kann sich jeder auf Youtube selbst ein Bild machen.
            https://www.youtube.com/watch?v=ouGUrn7tZMc
            oder: la pobreza en africa
            https://www.youtube.com/watch?v=D3mxUGpImYY
            Nun koennte man wie in dem Video argumentieren, dass Kunstfleisch den Hunger besiegt. Ich denke es ist nicht so. Warum? Weil man auch das Kunstfleisch fuer Geld kaufen muss. Geld was dort wo Hunger herrscht nicht ist und auch niemals sein wird.
            Ich wiederspreche auch dem Satz: “Es ist richtiges Fleisch”. Ist es nicht. Richtiges Fleisch hat geatmet, ist gelaufen, hat seine individuelle Struktur aufgebaut.
            Kunstfleisch nicht. Da kommen moeglicherweise aus einem einzigen Ansatz 500 Tonnen vollkommen gleiches Material.

            Dort wo die Tiere in dem Film wegfallen wachsen aus der gruenen Wiese Menschen. Ok, dass soll bedeuten, dass die Tiere dem Menschen Platz weg nehmen der dann zur Verfuegung steht. Auch dem widerspreche ich. Und zwar aus dem Grund, weil die bisher erdbevoelkernde Menschheit ausreichend Platz hat. Milliarden qm sind ungenutzt. Es gibt unendlich erscheinende Landschaften. Menschenleer. Das Problem sind die Ballungsgebiete und dieses Problem wird nicht durch Kunstfleisch geloest.

            Denke dir mal alle Zucht-Mast-und Schlachtbetriebe aus dem bundesdeutschen “Schweinegebiet” weg. Was wird dann? Menschen ziehen nach, bauen Haeuser und sitzen vor der Tuer weil sie keine Arbeit haben. Und dann? Kunstfleisch essen?

            Den Vergleich mit dem abstuerzenden Schiff finde ich sowas von laecherlich. Auf dieser primitiven Stufe faengt Gehirnwaesche an. Stupid? Yes!.

            Dann ist zu sehen, dass das Klima besser wird wenn die Tiere weg sind. Weisst du Ivan, wer diesen Schwachsinn immer noch glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen. Unter dem Stichwort “Klimaluege” kann jeder fuendig werden und man wird am Ende feststellen, dass “Klima” eine supertolle Geldmacherei ist die dem Steuerzahler abverlangt wird. Hat schon einmal jemand festgestellt, dass im Sommer die Zeitungen voll mit Erderwaermung sind? Im Moment kommt aber wieder die “Eis-und Schneepeitsche”. Neuschnee bis auf 600 Meter. Wo hat sich denn da der Klimawandel versteckt?

            Uns soll 96% mehr Wasser zur Verfuegung stehen wenn es die Tiere nicht mehr trinken und wenn es bei Produktionsprozessen eingespart wird. Hast du mal die Nutztiere auf Mallorca gezaehlt? Haben diese Tiere fuer den Wassernotstand dort gesorgt oder wurde das Wasser zeitweilig knapp weil es lange nicht regnete? Hat einmal jemand ausgerechnet wieviel Wasser die Gross-und auch die Kleinindustrie ausserhalb der Fleischindustrie verbraucht? Und das sollen die Tiere mit ihrem Verschwinden wettmachen? Und wir sollen dafuer Kunstfleisch essen? Die Polkappen schmelzen angeblich mit rasender Geschwindigkeit. Und? Wo ist das Wasser? Du hast es geklaut. Sei ehrlich.
            Vor meiner Auswanderung habe ich schon meinem Bruder in Holland meine Huette in der Eifel vermacht fuer den Fall, dass Holland ueberschwemmt wird wie man es zu dieser Zeit schon voraussagte. Und? Der wohnt immernoch in Holland und angelt im Kanal. Wohnt im gleichen Haus wie vor 15 Jahren. Hier wird ein, auch von mir nicht abgestrittenes, Problem auf ganz primitive Art und Weise einfach abgewaelzt. Es soll sich nichts aendern ausser-die Tiere abschaffen.

            Ich gebe der netten Schnellsprecherin sogar Recht. Wenn die Tiere weg sind, erschliessen sich neue Ressource fuer die Menschen. Dann koennen sich die jetzt lebenden 7.300.000.000 Menschen verdoppeln auf 14.600.000.000. Dafuer muessen aber dann andere Ressourcen abgebaut werden. Sind die da? Ist genug Baumaterial da? Genug Holz? Genug Oel? Genug alles, um diese Menschen zu ernaehren, zu kleiden, zu waermen, Geld verdienen zu lassen um sich Kunstfleisch zu kaufen? Oder fangen dann die Wissenschaftler an am Menschen zu basteln.
            Wird dann die Groesse eines Menschen von 0,8 Meter Standard, damit sie nicht so viele Ressourcen verbrauchen?

            Radikale Feministinnen halten ja Maenner allgemein fuer abschaffenswert, weil sie angeblich die groessten Ressourcenverbraucher sind. Fahren mehr Auto als Frauen, verbrauchen mehr Wasser, alleine durch die Rasur sie atmen mehr Luft als Frauen und-fuer alles gibt es Maschinen. Maenner brauchen diese “Damen” nicht.
            Das ist doch was oder? Du und ich-weg. Wer ersetzt uns? Ein Kunstprodukt.

            Fuer mich haben die Probleme dieser Welt ganz andere Ursachen. Diese Ursachen darf man in Deutschland leider nicht mehr nennen. Nur noch ein Tip zum Schluss.
            Fliege im naechsten Urlaub nach Afrika in ein x-beliebiges Land, miete dir dort einen Rover und fahre dort hin wo die romantischen Huetten stehen. Und dort laesst du durch einen Dolmetscher eine Frau fragen warum sie 8 Kinder hat, obwohl sie kein Wasser, kein Getreide, keine Kleidung, keine Arbeit und nur eine alte Huette hat. Vielleicht bekommst du eine Antwort. Im schlimmsten Fall wirft sie mit Kunstfleisch.

            Und wenn du dann wieder nach Hause kommst, dann kannst du deinen Laden dicht machen. Kein Bedarf mehr. Viehhaltung verboten, Schlachten verboten, Maschinen, Zusatzstoffe und Co. verboten, Wurst nur noch Veggie. Kunstfleischimport ausschliesslich aus der tollen Start-up-Firma in Israel.
            Herrliche Aussichten stimmts?

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            • #7
              Also mir fällt es schwer was hier zu schreiben, weil mir einfach die Begrifflichkeiten fehlen. Beginnen wir beim Wesentlichen-richtiges Fleisch ist es nicht, wie schon Wuschel oben aufgeführt hat. Wie nennen wir es dann? Gewebehaufen? Klonmaterial? Generzeugnis nach Fleischart? Und wie nennt man die, die das herstellen, Fleischproduzenten ist auch das falsche Wort. Genvermarkter? Ich habe keine Ahnung.

              Diese ganze Sache ist so herrlich schwachsinnig, dass man eigentlich lachen könnte. Vor einigen Jahren wurde "Genmais" oder "Gensoja" in Futtermitteln entdeckt-es gab ein riesen Aufschrei. Die armen Tiere die das fressen müssen, und wird man als Mensch nicht mutieren oder so wenn man dann so ein Schweinefleisch auf der Gabel hat...? Man war entrüstet. Aber nun-das Fleisch selbst klonen und genetisch verändern-kein Problem. Die Zukunft! Super Innovation!

              Aus welchen Substanzen oder mit welchen Mitteln lässt man denn so einen Gewebehaufen wachsen? Wie "ernährt" man so ein Zeugs? Gutes Futter kann es ja nicht sein, dass will man ja nicht. Also was isst man da schließlich?

              Wer es in Zukunft essen möchte-bitte. Ich werde mich auch weiterhin nach richtigem Fleisch umsehen- von Tieren die vernünftig gehalten und gemästet wurden.

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