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Ebermast, Tierquälerei?

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  • Mathias Kornmayer
    hat ein Thema erstellt Ebermast, Tierquälerei?

    Ebermast, Tierquälerei?

    Hallo,
    derzeit wird intensiv nach alternativen in der Schweinemast gesucht. Eine Möglichkeit könnte die Ebermast sein. Ich würde gerne mit euch darüber diskutieren, ob die Ebermast eine sinnige Alternative sein könnte.

    Der Bayrische Rundfunk hat hierzu einen interessanten Beitrag ausgestrahlt.
    http://www.youtube.com/watch?v=_4cRRT5Z9ig

  • ulrich50
    antwortet
    Das Ringelschwänzchen . Nicht das unter dem Bauch. Letzteres gibt es ja auch nur bei Ebern.

    Übrigens gibt es auch eine Möglichkeit bei Wildschweinen ( Keiler ) während der Rauschzeit ( wenn es darum geht ) den Keiler Dunst heraus zu filtern.
    Einfrieren / schnelles auftauen/ mehrmals ( 2 x ) trocken salzen und abschließend gut wässern.
    Für die Schinken und Salamiproduktion lässt sich das Fleisch dann einsetzen..

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  • Harald Ritter
    antwortet
    Stimmt Ulrich. Das sind die beiden Hauptmerkmale. Dazu bedarf es aber keiner Eber, das kommt auch oder besser hauptsaechlich bei Ueberbelegung der Box mit weiblichen Masttieren vor. Schoenen Sonntag und Gruss

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  • Mathias Kornmayer
    kommentierte 's Antwort
    Welchen Schwanz meinst Du jetzt eigentlich??

  • ulrich50
    antwortet
    Den Kannibalismus den ich kenne ist oder war die Schwanzbeisserei und eventuell noch die Ohren...

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  • Harald Ritter
    antwortet
    Das Kannibalismus bei Schweinen ein Problem der Massentierhaltung ist, bleibt unbestritten aber ich bin der Meinung, dass das Geruchsproblem die Hauptsache ist.

    Die Verbraucher bekommen in der Regel nichts davon mit was sich in Mastanlagen abspielt, es sei denn, die Presse macht darauf aufmerksam oder die Verbraucher sind so kundig, dass sie zwischen Normalfleisch, DFD und/oder PSE unterscheiden können. Die Kenntnis darüber reicht dann meistens auch um über den Transport oder die Schlachtmethode ein Urteil zu fällen.

    Gegen das Fleisch hat ja niemand was. Wenn es billig genug ist haben die Verbraucher sowieso nichts gegen Eberfleisch. Ausser es riecht aus der Pfanne oder dem Kühlschrank.
    Wir als Metzger stehen vor dem Problem wie wir den Ebergeruch übertünschen können.
    Manche sagen ja sogar, dass es stinkt.

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  • Mathias Kornmayer
    kommentierte 's Antwort
    Die Geruchsproblematik ist vermutlich nur Nebensache. Wichtiger ist vermutlich, dass die Tiere sich nicht gegenseitig verstümmeln. Gerade für Schweine sind die Ruhephasen sehr wichtig, die Tiere stehen bei der gezeigten Mastform vermutlich permanent unter Stress

  • Harald Ritter
    antwortet
    Die sollen ja keinen Schönheitswettbewerb gewinnen Ulrich sondern¦ Na Du weisst schon.

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  • ulrich50
    antwortet
    Die Klontiere sehen aber nicht alle gut aus.

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  • Harald Ritter
    antwortet
    Moin Ulrich.
    Auf der Suche nach dem was alles schon geklont ist, habe ich eine interessante Zusammenstellung aus der Tierwelt gefunden.
    Schau mal hier :
    http://www.welt.de/wissenschaft/arti...ten-Tiere.html

    Ich stimme da mit ein, dass alle Geruchsprobleme schnell beseitigt sind, wenn die Klongebühren oder der Ankauf geklonter, weiblicher Ferkel im Rahmen der finanziellen Aufwendungen für Züchter, Mäster und Verbraucher sind.
    Es bleibt spannend.

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  • Mathias Kornmayer
    kommentierte 's Antwort
    Wie gesagt, heute noch unvorstellbar¦..
    Ich denke, wenn wir es nüchtern betrachten, dann könnte es möglicherweise eine Option sein. Die Kastration wird es nicht mehr lange geben. Die Eberimpfung oder der versuch den Ebergeruch durch Züchtung in den Griff zu bekommen ist vermutlich nur Papierbefriedigung. Wie soll es in Zukunft weitergehen???
    Zitat von ulrich50 Beitrag anzeigen
    Ich persönlich hoffe sehr darauf, daß der Verbraucher erkennt und versteht, das daß, was er zu sich nimmt ein " Lebensmittel " ist.
    Dann hätte der Verbraucher längst erkannt, dass die Kastration für hochwertige Lebensmittel und auch für das Tierwohl notwendig ist.

  • ulrich50
    antwortet
    Mathias das ist aber hoffentlich nicht Dein Ernst wenn Du schreibst, daß sich in ca. 15 Jahren die Gentechnik von oder durch klonen von Tieren möglicherweise durchsetzt. Ich persönlich hoffe sehr darauf, daß der Verbraucher erkennt und versteht, das daß, was er zu sich nimmt ein " Lebensmittel " ist.

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  • Mathias Kornmayer
    kommentierte 's Antwort
    Dass in den Schlachthöfen in welchen Eber geschlachtet werden "Fleischschnüffler" eingesetzt werden müssen ist ohnehin übliche Praxis. Die Erfolgsquote der "Fleischschnüffler" ist teilweise schwankend. Vor allem dann, wenn diese Mitarbeiter am Vorabend schwankend die Kneipe verlassen haben.

  • Mathias Kornmayer
    antwortet
    Zitat von Ivan Beser Beitrag anzeigen
    Hallo Mathias, wodurch würde der Magerfleischanteil um 2 % erhöht werden? Ist das wie beim Bullen und Ochsen?
    Durch die Kastration oder auch durch die Eberimpfung mit Improvac singt der Testosteronspiegel der Tiere ab. Folge ist, dass weniger Hormone wie auch das für dem Menschen möglicherweise schädliche Nandrolon oder auch der ebertypische Duftstoff produziert werden. Außerdem wird der Sexualtieb der Tiere gehemmt. Durch den Eingriff in den Hormonhaushalt wird allerdings auch das Wachstum der Tiere verzögert und in Folge der prozentuale Fettanteil erhöht.

    Das große Problem mit der Eberimpfung ist, dass sie regelmäßig gemacht werden muss, weil der Eingriff in den Hormonhaushalt der Tiere nicht lange vorhält und in Folge die Zeugungsfähigkeit der Eber mit allen negativen Aspekten wieder hergestellt ist.

    Wenn ich mal einen Blick in die Ferne Zukunft werfe, dann glaube ich nicht, dass sich die Eberimpfung durchgesetzt hat, weil sie vermutlich nicht wirtschaftlich ist. Es könnte dann in den Ställen so wie im Video aussehen und die Verbraucher würden vermutlich das Schweinefleisch mehr oder weniger boykottieren. Vielleicht könnten sich schon bis in 15 Jahren andere Verfahren, welche heute noch unvorstellbar sind durchgesetzt haben. Stichwort; "Gentechnik" oder "klonen von Tieren". So könnten Mastställe nur mit weiblichen Tieren realisiert werden.
    Zuletzt geändert von Mathias Kornmayer; 16.09.2014, 17:05.

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  • Henry Rose
    antwortet
    2% unzufriedene Kunden können einem u.U. das ganze Geschäft versau.. ne verebern. Hinzukommt das die Menschen unterschiedlich auf den Ebergeruch reagieren, einige sind sehr empfindlich, andere weniger. Wer will 100% Eber abriechen um die 2% herauszufinden?
    Andererseits ist natürlich unschön 100% zu impfen um die 2% zu treffen.

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  • Ivan Besser
    antwortet
    Hallo Mathias, wodurch würde der Magerfleischanteil um 2 % erhöht werden? Ist das wie beim Bullen und Ochsen?

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  • ulrich50
    antwortet
    Den Kommentar von Mathias Kornmeayer teile ich auch.
    Ich habe schon bei angeblich kastrierten Schweinen hin und wieder den Ebergeruch feststellen können.
    Entweder war die Kastration schludrig gemacht oder woher sollte es sonst kommen. Bei so kleinen Ferkeln sind die Hoden ebenso klein und es geht immer um Zeit und Geld.

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  • Mathias Kornmayer
    kommentierte 's Antwort
    Herr Walser berichtet in dem oben eingefügten Video, dass 2% der Eber geruchsauffällig sind. Gleichzeitig geht er von 2% mehr Magerfleisch aus. Für Herrn Walser würde somit aus wirtschaftlicher Sicht die umstrittene Eberimpfung keinen Sinn machen.

  • Henry Rose
    antwortet
    Zum Thema Ebergeruch gab es hier im Forum schon einige Diskussion und auch Lösungsmöglichkeiten. Siehe hier:
    https://forum.fleischbranche.de/foru...nebenwirkungen


    Der Ebergeruch lässt sich z.B. durch 2maligen Impfen mit einem passenden Impfstoff (z.B. Improvac) beseitigen.
    Zuletzt geändert von Fleischbranche.de; 27.11.2017, 16:20.

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  • meat_me
    antwortet
    Und wie soll man den Ebergeruch wegbekommen??

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  • Mathias Kornmayer
    kommentierte 's Antwort
    Ja, Sie haben sicherlich damit recht, dass es grundsätzlich Ebermast gibt. Die Regel ist es allerdings (noch) nicht und gewöhnlicher Weise werden die Ferkel kastriert.
    Es ist so zu verstehen, dass die Ebermast eine Alternative zur herkömmlichen Mastpraxis ist.

  • Henry Rose
    antwortet
    Ebermast gibt's doch schon, was ist daran "alternativ"?

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