Werbung

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Rentner sein das ist schwer !

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Rentner sein das ist schwer !

    Guten Tag,
    ich bin nach einem langen Berufsleben in den Ruhestand eingetreten und muss dann feststellen das ich mit dieser Situation nicht zufrieden bin. Es wäre schön wenn sich zwecks Erfahrungsaustausch Kollegen melden würden welche diese Erfahrungen auch gemacht haben.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Wurstprofi

  • #2
    Ich glaube, dass das ein allgemeines Problem darstellt.
    Was gefällt dir am Rentner-Dasein nicht? Bring Beispiele.
    Jürgen Huber
    Huber Consult e.K.

    Metzgermeister, Betriebswirt d. Hdw.
    staatl. gepr. Fleischtechniker
    REFA-Prozessorganisator
    Unternehmercoach
    Fachberater für die Fleischwirtschaft

    www.fleischer-beratung.de

    Kommentar


    • #3
      Ich war immer viel unterwegs,hatte immer neue Herausforderungen und neue Aufgaben zu erledigen.Man lernte viele Menschen kennen.Das vermisse ich alles.
      Nur Fitness betreiben ist auf Dauer langweilig.

      Kommentar


      • #4
        Hallo Wurstprofi.
        Ich lese schon seit geraumer Zeit deine Angebote, Hilfsangebote, Vermittlungsangebote oder auch Tipps fuer die Wurstherstellung. In der Mehrzahl, das lese ich auch, verlaufen diese Aktionen im Sande. Ich glaube, dass du ein Problem hast, welches alle Leute, inklusive mir, lernen mussten die heute auf morgen nicht mehr das hatten was sie vorher hatten. Ich meine mit “vorher” das Berufsleben, welches den Alltag bestimmte, zeitweise die Familie terrorisierte, die Freizeit bestimmte und auch Hobby war. Rundherum hat sich alles um den naechsten Auftrag, die naechste Aufgabe, die naechste Reise, die naechsten, ach so tollen, Menschen gedreht. In dieser Zeit entwickelt man kein Bewusstsein fuer die Zeit danach. Das Erwachen kommt dann mit einem schweren Unfall, mit der Scheidung, mit den Absagen weil man zu alt ist, mit dem Nichtnachholenkoennen der geforderten Technologie. Dann sitzt man da und denkt “Und jetzt?”

        Man laesst das Leben davor, bewusst oder unbewusst Revue passieren und dann kommt die Sehnsucht danach da man nur die guten Ereignisse fuer sich selbst registriert hat. Die schlechten Ereignisse, die Hetze und Hektik, der Aerger mit der Familie die ihr Recht einforderte, der Aerger ueber Vorgesetzte, Auftraggeber, die Menschen die man hundertmal auf Fehler aufmerksam machen musste, die Maschinen die nicht funktionierten, die Fluege die nicht puenktlich abgingen, die Gewuerze die nicht da waren, die Chargen die in die Hose gingen und all die anderen negativen Ereignisse werden unterdrueckt. Allenfalls werden sie in vertrauter Runde erzaehlt, damit der Koenig Koenig bleibt. Ich kann deine Gefuehle nachfuehlen, denn mein Grossvater konnte nicht loslassen, mein Vater auch nicht und ich habe eine Zeit lang gebraucht um dies zu lernen. Ich lernte es dadurch, dass ich feststellte das meine Kinder Erwachsene geworden sind und meine Enkel fleissig in der Schule lernten, ohne dass ich es bewusst erlebt habe. Ich habe dir keine Ratschlaege zu erteilen. Ich kann dir nur aus Erfahrung berichten. Lerne los zu lassen. Erst wenn du alles losgelassen hast, den Druck aus dir selbst entfernt hast, kommt das was du erzwingen wolltest ganz von selbst. Ich kenne deine Moeglichkeiten nicht aber im Alter kann man aus der einstigen Pflicht eine Hobby machen um den Menschen die tatsaechlich immer zu einem standen Freude zu machen. Du musst nicht immer nachlaufen. Lass dich mal einholen. Du hast sicher viel Erfahrung aber Konfuzius sagte einmal: “Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Ruecken; sie beleuchtet stets nur das Stueck Weg, das wir bereits hinter uns haben.”
        Nimm einfach die Laterne nach vorne. Du wirst es finden. Das Leben danach. Und schaue dir deine Haende an. Dann wirst du verstehen wieviel Zeit dir noch bleibt Mensch zu sein.
        In diesem Sinne.
        LG
        Zuletzt geändert von wuschel; 04.12.2016, 14:47.

        Kommentar


        • #5
          Hallo Wurstprofi,
          Ich kenne die Situation von verschiedenen Bekannten.
          Vielleicht kannst du dein Wissen und deine Wuensche dadurch kanalisieren dass du schreibst.
          Schreiben im Sinne eines Blogs, das ist für Viele hilfreich und erreicht Menschen die du niemals gedacht hast zu erreichen.
          Blogweichware ist im semiprofessionellen Bereich kostenfrei und da laesst sich wunderbar mit CMS ein kleines (oder auch großes) "Wohnzimmer" aufbauen um Meinungen und Anregungen zu tauschen, zu besprechen und sowohl Output geben kann als auch Input erhaelt.
          Auf z.B WordPress ist das Ganze schnell eingerichtet und wenn man nicht so der Grafikfrickler ist kann man auch auf ansprechende, funktionale Templates fuer Lau zugreifen.
          Nur mal so als Idee, ich persoenlich koennte mir das aeusserst spannend vorstellen.

          Es gruesst ganz brav das Schaaf
          Zuletzt geändert von Voodooschaaf; 04.12.2016, 17:51.

          Kommentar


          • #6
            vielen dank für die guten Ratschläge an Wuschel und Voodooschaaf.Ich werde über eure Empfehlungen nachdenken.

            Viele Grüße,
            Wurstprofi

            Kommentar


            • #7
              Hallo Wurstprofi,

              also dir ist schon klar, dass du da ein echtes Luxusproblem hast....?

              ​Wie wäre es mit ehrenamtlichen Tätigkeiten-zum Beispiel als Ausbildungsbegleiter. frage doch mal bei der HWK in deinem Raum nach. Viele junge Auszubildende haben Probleme, und können von deiner Lebens- und Berufserfahrung großen Nutzen ziehen. Du hättest mit jungen Leuten zu tun (das hält jung, glaube mir), kommst mit Ausbildungsbetrieben in Kontakt und berätst in den verschiedensten Situationen.

              Was meinst du?

              ​Viele Grüße Klaus

              Kommentar


              • #8
                Da muss ich Klaus zustimmen. In Koblenz habe ich bei der DAA, Zweigstellen Mayen und Andernach, Nachhilfeunterricht fuer Fleischer-Azubis und angehende Fleischereifachverkaeuferinnen gegeben. 2 x woechentlich 4 Stunden von 17-21 Uhr. Das passte in meinen Zeitplan und hat den Schuetzlingen sicher sehr geholfen, da alle Gesellenpruefung bestandenen. Es war eine schoene Zeit im Ausbilderkollegium und mit den jungen Leuten. Wenn du, Wurstprofi, in dieser Gegend wohnst, gebe ich dir gerne die Kontaktdaten um dort vorstellig zu werden.
                Gruss

                Kommentar

                Lädt...
                X