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Zukunft, -wie sehen das unsere Azubis ?

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    Zukunft, -wie sehen das unsere Azubis ?

    Nun ist ja viel über den Mindestlohn, die Zukunft in der Fleischerbranche und
    Arbeits-bzw. Ausbildungsbedingungen geschrieben und gesprochen worden.

    Was mir dabei fehlt, sind die Stimmen des Nachwuchses.
    Was sagen unsere Azubis zu all diesen Themen oder einem Thema ?
    Wie seht ihr eure Zukunft im Beruf ?
    Was würdet ihr gerne geändert haben ?

    Könnt ihr die veröffentlichten Meinungen teilen oder habt ihr andere Erfahrungen ?

    Würde mich echt interessieren.

    Gruss
    Harald
    Zuletzt geändert von Fleischbranche.de; 25.11.2017, 14:14.

    #2
    Aw: Zukunft, -wie sehen das unsere Azubis ?

    Super Ansatz.

    Mich würde darüberhinaus interessieren:

    Welche Gründe haben Euch bewogen diesen Beruf zu erlernen?
    Seit Ihr zufrieden mit Eurer Ausbildung?
    Wollt Ihr auf dem Beruf bleiben?

    Ich habe zu diesem spannenden Thema auch eine Idee:
    Vielleicht können wir auch so eine Art standardisierten Fragebogen entwickeln, den die Azubis anonymisiert ausfüllen können. Bei genügend Antworten können wir an die Verbände herantreten und Verbesserungsvorschläge unterbreiten.

    Spannende Grüße

    Jürgen Huber
    Liebe Grüße

    Jürgen Huber
    Huber Consult e.K.

    Metzgermeister,
    Betriebswirt d. Hdw.
    staatl. gepr. Fleischtechniker
    REFA-Prozessorganisator
    Unternehmercoach
    Fachberater für die Fleischwirtschaft

    www.fleischer-beratung.de

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      #3
      Aw: Zukunft, -wie sehen das unsere Azubis ?

      Es interessiert mich brennend, wie Auszubildende zu ihrem Beruf im Fleischerhandwerk stehen.
      Ich hoffe auf regen Austausch hier.

      Eine weitere Frage ist, warum wollen so wenig junge Menschen eine Ausbildung zur FleischerIn oder FleischereifachverkäuferIn machen? Liegt es vielleicht an der Darstellung des Berufes? Am Image? Was können wir tun, um dieses zu verbessern?

      Aus diesen Überlegungen heraus ist die beigefügte Seite entstanden. Sie wurde an Schulen verteilt, um die Schüler für die Berufe des Fleischerhandwerks zu interessieren.
      Was haltet Ihr davon?

      Dafür hat mir eine junge Frau aus einem kleinen Ort in Schleswig-Holstein, ihre Geschichte aufgeschrieben, die mit Leib und Seele Fleischerin ist. (Da der Text auf dem Bild im Anhang wahrscheinlich schlecht lesbar ist, habe ich ihn hier einkopiert):

      Hallo, ich bin Sina! Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Örtchen in Schleswig – Holstein. Meine Eltern besitzen eine Fleischerei und somit bin ich schon von Kind auf mit den Gerüchen, dem Fleisch und der Arbeit vertraut gewesen. Als kleines Kind habe ich oft meinen Eltern bei der Arbeit zugeschaut jedoch hatte ich nie den Wunsch den Beruf der Fachverkäuferin oder der Fleischerin zu ergreifen. Als Jugendliche habe ich meinen Eltern auch geholfen, jedoch beschränkte sich das auf kleine Hilfsarbeiten im Laden oder im Partyservice. Also man wird nicht als Fleischerin geboren. Ich hatte schon immer Spaß am Bedienen und kreativer Arbeit, doch schwebte mir eher etwas in der Hotelbranche vor. Nach dem Abitur bin ich zunächst für 1 Jahr als Aupair nach New York gegangen, nach meiner Rückkehr habe ich mich erfolglos als Gestalterin für visuelles Marketing beworben. Schließlich waren es nur noch 4 Wochen bis zum Start des neuen Lehrjahres, und ich wusste immer noch nicht was ich machen sollte. Mein Vater hatte ein gutes Verhältnis zu unserem damaligen Gewürzvertreter Sven Tholius, ein Fleischer mit Leib und Seele. Sven hat mir erzählt, wie schön, kreativ und vielseitig der Beruf ist, und welche Möglichkeiten er mir eröffnen kann. Nachdem ich Sven auf einer Tour begleitet habe und mir einige Fleischereien anschauen konnte stand mein Entschluss fest: „ich werde Fleischerin - aber nicht im Betrieb meiner Eltern. Als Fleischehrmeistertochter ohne jegliche Vorkenntnisse habe ich in Friedrichsort (bei Kiel) meine Ausbildung begonnen. Es war nicht einfach, doch mir war schnell klar, dass es mir einfach Spaß macht zu lernen und dabei produktiv zu sein. Nach den ersten Arbeitswochen wurde mir bewusst, dass ich den Beruf des Fleischers unterschätzt habe. Es ist mehr als nur Fleisch schneiden und Wurstmachen. Es ist ein spannendes Berufsfeld in dem man viel über Biologie und Chemie wissen sollte um gute Produkte zu produzieren. Ich habe auch gemerkt, dass es nicht nur einen Ausgang gibt mit einem Gesellenbrief. Mit dem Wissen aus der Ausbildung kann man in die Produktentwicklung oder u.a. in das Management gehen und man muss auch nicht einen eigenen Laden besitzen um als Fleischer aufzusteigen. In der freien Wirtschaft gibt es ebenfalls gute Aufstiegsmöglichkeiten. Wichtig ist nur das man um Erfolg haben zu wollen die harte Arbeit nicht scheut. Das erste schulische Lehrjahr habe ich verkürzt und nach einem halben Jahr habe ich in das 2. Lehrjahr gewechselt. Neben der Herausforderung des Lernens gab es auch die körperliche Herausforderung. Es ist nicht einfach für eine junge Frau Schweine zu tragen oder Rinderkeulen zu zerlegen doch die körperliche Arbeit hat mir großen Spaß gemacht. Abgeschlossen habe ich als Klassen- und Innungsbeste, und darauf bin ich stolz! Durch die guten Leistungen habe ich ein Stipendium für eine Weiterbildung als Lebensmitteltechnikerin erhalten. Die 2-jährige Ausbildung und die anschließende Arbeitszeit in der Lebensmittelindustrie waren für mich wichtig, um Erfahrungen zu sammeln und neue Eindrücke zu erhalten, die ich heute im elterlichen Betrieb gut gebrauchen kann. Heute bin ich in unserem Betrieb für das Marketing, die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich, überwache die Qualitätssicherung und kümmere mich um die Bio-Zertifizierung und die Einhaltung aller damit verbundenen Vorschriften.
      Mein Tipp: Man sollte nicht nur die Arbeit als Fleischer als Endprodukt der Ausbildung sehen sondern den Gesellenbrief nutzen als Basis für die Weiterbildung und den beruflichen Aufstieg .Über eins sollte man sich im Klaren sein, dazu lernen wird man auch nach dem Ende der Ausbildung, egal was man arbeitet. Für mich war es die richtige Entscheidung und ich hoffe das auch andere DAS in dem Beruf des Fleischers sehen was ich sehe, nämlich einen Beruf, den man nicht unterschätzen sollte in seiner harten Arbeit und in seiner Vielfalt des zu benötigten Wissen und in seinen Aufstiegsmöglichkeiten:
      Ich bin stolz eine Fleischerin zu sein.
      Erfolgreich in die Zukunft
      Bechtel Marketing Coach
      Marketingberatung - Coaching - Seminare
      für die Fleischerbranche
      www.bechtel-marketing.de

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        #4
        Aw: Zukunft, -wie sehen das unsere Azubis ?

        Zwar lobt die Dame den Fleischerberuf sehr aus aber wieviele unserer Azubis können/wollen sich diesem Lobgesang anschließen ?

        Der Lebenslauf der Dame ist interessant. Zeigt er doch, dass auch sie in ihrem studierten Wunschberuf nicht Fuß fassen konnte.
        Und da liegt ein dicker Hase im Pfeffer.

        Herr Huber fragt die jungen Leute : Wollt Ihr im Beruf bleiben ?
        Ich frage weiter : Könnt ihr im Beruf bleiben ?
        Diese Fragen zu beantworten, streift dann wieder alle anderen, in den Raum gestellte Fragen.

        Ich wüerde mich freuen, wenn hier junge Leute, welche momentan ihre Lehre absolvieren, einmal ganz locker vom Hocker über die positiven Dinge, welche sie im Berufsalltag erleben aber auch über die negativen Dinge berichten.

        Meine Denkweise in der Lehrzeit war manchmal ganz unterschiedlich zu der meines Meisters.
        Meine Azubis hatten eine ganz andere Denke über den Arbeitsalltag und über die Berufsschule/ÜA wie ich.
        Sie fanden auch andere Worte dafür.

        Die junge Dame hatte sehr gute Voraussetzungen dort hin zu kommen wo sie jetzt ist.
        Aber das haben nicht alle.
        Und die nicht alle interessieren uns doch sicher vorrangig.

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          #5
          Interessanter Beitrag zur sogenannten Generation Y - die zwischen 1980 und 1995 Geborenen.
          Diese Generation definiert Karriere anders - davon können wir alle lernen - oder?
          Geborenen:www.zeit.de/2014/10/generation-y-glueck-geld
          Erfolgreich in die Zukunft
          Bechtel Marketing Coach
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          für die Fleischerbranche
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