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Fleisch & Wurst übers Internet verkaufen

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    Fleisch & Wurst übers Internet verkaufen

    Hallo Zusammen,
    ich wollte mal in die Runde fragen, wie die Erfahrungen mit dem Verkauf von Fleisch und Wurst übers Internet sind. Hier spielt sicherlich das Theme Nebenkosten wie gekühlt, verpackt, etc. eine große Rolle.
    Gruß
    Tobias

    #2
    Konserven habe ich schon mal übers Internet gekauft, Dauerwurst mag ja noch gehen, aber Frischware?? Kann ich mir nicht so richtig vorstellen. Theoretisch und praktisch geht das sicher, aber mir fehlt da was. Ich will sehen, aussuchen, mich spontan entscheiden ob ich heute Schnitzel kauf oder lieber doch das besser aussehende Kotelett daneben. Mit Internetfotos geht das doch nicht, das Frischeerlebnis fehlt.
    E-Mail: post@rose-fleischtechnik.de

    www.rose-fleischtechnik.de

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      #3
      Andere Laender andere Sitten.
      Was wir nicht selbst produzieren kommt per Internetbestellung.
      Frisches Fleisch, Obst und Gemuese nicht aber Wurst. Das setzte ein Beratungsgespraech am Telefon und eine Probesendung voraus.
      Seit nunmehr 5 Jahren kommt Frischwurst in Tagesfrist bis vor die Tuer. Qualitativ hat sich nichts geaendert und die Preise blieben weitgehend stabil.
      Vertrauenssache ist da die grosse Ueberschrift.

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        #4
        Hallo Harald,
        heißt also, Kunden werden zuerst mit einer Probelieferung von Deiner Ware verzückt. Was ist in diesem Fall mit spontanen Internetkäufen?
        Gruß
        Tobias

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          #5
          Hallo Tobias.
          Es ist umgekehrt.
          Wir haben von einem Metzger im Net gelesen der 2 Autostunden von uns entfernt internationale Wurstprodukte herstellt.
          Da ich oft in diese Stadt fahren muss haben meine Frau und ich den Mann, sein Team und seine Produktion besucht.

          Einrichtung sehr gut, sauber. Rohmaterial gekuehlt vom Schlachthof.
          Produkte mit wenigen Ausnahmen wie ich sie wuenschte. Probeeinkauf.
          Verkostung zuhause mit allen Trabanten. Dann haben wir bestellt.
          Die Ware kommt im Steropurkarton, mal groesser mal kleiner.

          Die Einweg-Akkus sind lediglich angetaut bis die Kisten bei uns sind.
          Das geht hier alles in Tagesfrist per Paketdienst. Kosten des Paketdienstes umgerechnet 1 Euro.
          Leberwurst, Schwartenmagen, Kochsalami, Schinken etc. mache ich selbst aber ich darf keinen Kutter ins Appartment stellen. Leider.

          Da er ein kleines Geschaeft hat, hat er keine staendige Online-Kraft.
          Wir wissen aber wann er da ist, weil er es im Net stehen hat.
          Ja, ich kann sagen, das funktioniert alles.

          Gruss Harald
          Zuletzt geändert von Harald Ritter; 23.05.2014, 14:24. Grund: Wort-Berichtigung

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            #6
            Produkte von gourmondo kann sich schon mal ansehen. Da stimmt die Qualität allemal. Aber bei Onlien Bestellung über Drogeriemärkte oder Lebensmittelläden würde ich genauer hinschauen, was ich bestelle. Ich bin nicht so der Fan davon.

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              #7
              Hallo,

              ich kann diesbezüglich ein paar eigene Erfahrungen einbringen. In der Kette wo ich gelernt habe gab es im Regionalhauptsitz eine Filiale die sich nur auf Lieferservice spezialisiert hat. Ich habe mal für ein paar Tage aushelfen können.

              Es war im Endeffekt nix anderes als Frisches Fleisch/Wurst/Käse welche zubereitet/geschnitten/verpackt wurden. Gekühlt und später auf Kühlfahrzeugen zum Kunden gebracht wurden. Die Idee ist gut, kam auch gut bei den Kunden an.

              Schwierig hingegen war die optimale Bestellung zu forcieren, da eben ein Sortiment geboten wurde wo sich der Abverkauf doch sehr unterschied. Zusätzlich erschwert wurde es dadurch das es keine Verarbeitungsmöglichkeiten gab.

              Lg Tino

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                #8
                Hi,
                das es geht zeigt folgende Seite:http://www.otto-gourmet.de/

                Finde es gelungen und viele hochwertige Produkte! Klare Regeln im Versand und schon geht's!
                Gruß
                Tobias

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                  #9
                  Guten Tag!
                  Ein alter Thread, ich weiß. Mich interessiert die rechtliche Grundlage für den Verkauf verderblicher Waren mittels Webshop. Der für mich zuständige Veterinär meint, ohne EU-Zulassung sei dies nicht statthaft. Ich bin ein Ein-Mann-Unternehmen und verkaufe bisher nur auf dem Wochenmarkt.

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                    #10
                    Hallo Michel,
                    vielleicht kann ich Dir ein paar nützliche Inputs geben, obwohl ich als Schweizer aus Sicht der Schweizer Rechtsnormen argumentiere:
                    - die Schweizer Lebensmittelrechtsetzung wird aequivalent zur EU Lebensmittelrechtsetzung geführt
                    - Alle Bestimmungen zu Zusammensetzung, Lebensmittelsicherheit und mikrobiellen Höchstwerten gelten genau gleich, ob Direktabgabe im Offenverkauf, oder Versandhandel an den Endkonsumenten (Angaben können z.T. im Offenverkauf mündlich erfolgen)
                    - Schutz vor Umwelteinflüssen und Einhaltung der Höchsttemperaturen müssen während dem gesamten Versandweg und über die gesamte Versandzeit gewährleistet sein (z.B. Kühlakkus, Trockeneis, etc.)
                    - Im Moment des Kaufentscheides vom Konsumenten müssen ihm alle relevanten Produktinformationen zum Kaufentscheid vorliegen (u.a. Zutatenliste, wo nötig mit Teilmengenangaben, Nährwertangaben, etc.) Dies gilt auch beim Handel mit modernen Kommunikationsmitteln (Internet)

                    Wenn Du nun innerhalb der Deutschen Landesgrenzen Versandhandel betreibst und alle reevanten Rechtsnormen einhalten kannst, müsste nach XMV (Xsunder MenschenVerstand) Dein Vorhaben möglich sein.
                    Kleiner Tipp: Frage doch mal den zuständigen Veterinär nach der Rechtsnorm, auf die er seine Aussagen abstützt! Vielleicht sind dann die meisten Probleme schnell in Luft aufgelöst... Wenn nicht, weisst Du in der Folge, welche Vorschriften Du wie umzusetzen hast.

                    Grüsse aus der Schweiz
                    Stephan Weber

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                      #11
                      Hallo Stephan,

                      ich möchte mich für Deine nachvollziehbaren Überlegungen bedanken.

                      Schöne Grüße vom Elm

                      Michel

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                        #12
                        Ein interessantes Thema.
                        Ich habe vor kurzem einen Test im Fernsehen gesehen, der diese Frischeservices unter die Lupe genommen hat. Dabei ging es aber die großen Anbieter wie Otto, Amazon, Rewe, Lieferando usw.
                        Fazit aus meiner Sicht :
                        Korrekte Deklaration der Artikel bei den meisten OK.
                        Pünktlichkeit der Lieferung erbrachte schon Unterschiede. Für mich ein wesentlicher Aspekt. Was bringt mir die beste Ware, wenn sie 3 Tage zu spät kommt.
                        Das größte Problem ist die korrekte Kühlung. Wie gewährleiste ich, dass die Ware bei max. 7°C bleibt? Damit hatten die meisten Services ein Problem. Wenn die Ware bei 10°C ankommt, ist das MHD nicht mehr gültig.
                        Hat da jemand im Forum explizite Erfahrungen?
                        Wenn ich Kühlakkus benutze, wie bekomme ich die wieder retour? Wenn Sie diese im Preis mit einrechnen, was passiert mit den Kunden, die regelmäßig bestellen, die haben nach irgendwann 30 Akkus zuhause sitzen?
                        Dieses Problem ist m. E. Noch nicht befriedigend gelöst. Auch für die Grossen nicht.
                        Bin gespannt auf Feedbacks.
                        Gruß
                        Jürgen Huber
                        Huber Consult e.K.

                        Metzgermeister, Betriebswirt d. Hdw.
                        staatl. gepr. Fleischtechniker
                        REFA-Prozessorganisator
                        Unternehmercoach
                        Fachberater für die Fleischwirtschaft

                        www.fleischer-beratung.de

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                          #13
                          Hallo Juergen.
                          Das Problem ist nicht ohne. Das die Ware bei korrekt 7*C bleibt halte ich fuer nicht moeglich. Das verhindern zu viele sich negativ auf die Temperatur auswirkende Faktoren.
                          Ich habe das Problem innerstaedtisch so geloest, dass ich alle Wurstsorten in der Vorverpackung auf 0*C im Versandkuehlraum herunterkuehle. Dort wird die Bestellung in Styropurkisten (Groesse je nach Bestellung) gelegt und mit wasserbefuellten Eisbeuteln abgedeckt. Bis die Ware 6*C erreicht hat, ist sie lange beim Kunden. In Anlehnung an das BGB (ist hier in weiten Teilen aehnlich) bin ich aus den Vorgaben des Gefahruebergang nach Annahme der Sendung raus. Palettenware fuer Supermaerkte etc., auch ueber laengere Strecken in die Nachbarprovinzen,wird vom Transporteur mit einem Kuehl-LKW (max.0*C) abgeholt und direkt in die Kuehlraeume der Abnehmer gebracht. Ist der Lieferschein unterschrieben ist die Gefahr fuer mich vorbei. Der Rest ist deren Sache.
                          Fuer mich war es die einzige Loesung, dass ich die Starttemperatur vor dem Versand so niedrig wie moeglich halte. Damit waren all von dir beschriebenen Probleme geloest.
                          Bin gespannt wie es die Kollegen machen.
                          Gruss
                          wuschel

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                            #14
                            Bin gerade auf dem deutschen Fleischer Kongress
                            Es gibt ein junges Start-up die nur Online Handel betreiben. Die verwenden angeblich Kartons mit gepressten Stroh /Heu mit scheinbar sehr guten Isolierungswerten.
                            Jürgen Huber
                            Huber Consult e.K.

                            Metzgermeister, Betriebswirt d. Hdw.
                            staatl. gepr. Fleischtechniker
                            REFA-Prozessorganisator
                            Unternehmercoach
                            Fachberater für die Fleischwirtschaft

                            www.fleischer-beratung.de

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                              #15
                              Hallo Alle,

                              habe auch schon von der Variante mit gepresstem Stroh gehört. Kann mir sehr gut vorstellen, dass so eine gute Isolation entsteht. Bleibt nur noch die Frage der Nachhaltigkeit für Öko-Freaks zu diskutieren.

                              Bei der Version Einweg-Versand liegt der Fokus wohl auf möglichst günstigem Material ohne zu grosse Umweltbelastung. Da steht für mich eine Variante mit Styropor-Boxen und Trockeneis im Vordergrund. Alternativ kann auch die Kartonbox mit gepresstem Stroh dienen.

                              Bei der Annahme, dass Konsumenten, die über ausgesuchte Internet-Shops ihre leicht verderblichen Lebensmittel beziehen, durchaus auch bereit sind, ihren Kostenanteil an nachhaltigen Logistiklösungen mit zu tragen, kann auch auf ein Logistiksystem mit Zweiweg-Versand gesetzt werden. Hier würden stabilere und gut isolierende Hartschalen-Versandboxen im Fokus stehen, deren Versand-Inhalt mit speziellen Kühl-Akkus oder Trockeneis kühl gehalten werden.
                              Der Versand an den Kunden müsste im Express-Modus mit höheren Versandkosten erfolgen, die Rücksendung der Versandbox mit Kühlakkus könnte mit günstigerer Versandmethode erfolgen, wo keine Zeitvorgabe zur Auslieferung besteht.

                              Bei allen Varianten ist ganz wichtig, und wurde von wuschel auch gut beschrieben, dass das Versandgut vor dem Verpacken sehr gut durchgekühlt ist, und auch die versandbereiten Packungen möglichst kühl gelagert werden bis hin zur Übergabe an den Logistikpartner.
                              Weiter bedeuten hohe Aussentemperaturen und längere Versand-Distanzen eine kognitive Belastung der Kühlhaltung. Hier macht es durchaus Sinn, maximale Versand-Distanzen zu definieren und auch einzuhalten. Darüber hinausgehende Versände müssten vielleicht über spezielle Logistiklösungen angestrebt werden, wo das Versandgut gut gekühlt bis in eine dort zentrale Logistikplattform angeliefert werden könnte.

                              Wichtig ist auch immer zu beachten, ab welchem Zeitpunkt die lebensmittelrechtliche Verantwortung für das Versandgut vom Lieferanten abfällt und auf den Empfänger übergeht. Idealerweise wird sichergestellt, dass eine persönliche Übergabe des Versandgutes vom Logistiker an den Kunden erfolgen kann. Hier dienen die modernen Kommunikationsmittel und App's sehr gut.

                              Die behördliche Überprüfung der Einhaltung von Temperaturvorschriften wird wohl so erfolgen, dass sich eine Aufsichtsbehörde mal so ein Versandpaket bestellt und anliefern lässt. Die Temperaturkontrolle vom Versandgut zum Übergabezeitpunkt wird dann das zu beurteilende Kriterium sein. Mit dem genau gleichen Verfahren kann man die Selbstkontrolldokumentation vollziehen, indem man ein Testpaket an eine bekannte Person am Rande des geografisch definierten Versandgebietes sendet, darin einen Datenlogger mitsendet, der die Temperatur kontinuierlich aufzeichnet, und die Empfängerperson bittet, den Datenlogger unmittelbar nach Erhalt aus dem Paket zu nehmen und ungekühlt wieder zurück zu senden. So hat man den Temperaturanstieg im Innern des Pakets dokumentiert. Der markante Temperaturanstieg zum Zeitpunkt der Entnahme vom Datenlogger aus dem Versandpaket markiert gleichzeitig den Empfangszeitpunkt vom Paket und damit den Übergang der lebensmittelrechtlichen Verantwortung für die Temperatureinhaltung an den Empfänger.

                              Freundliche Grüsse
                              Stephan Weber

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