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    Rinderhaut als Schlachtnebenprodukt kalkulieren

    Hallo liebe Experten,

    derzeit machen wir nur Hausschlachtungen von Schweinen, jetzt überlege ich auch auf Rind (Kalb) umzusteigen.
    Hat jemand von Ihnen Erfahrung mit der Kalkulation der Rinderhaut?
    Was kann man dafür verlangen und wer sind die Abnehmer?
    Danke und LG
    Arnold

    #2
    Aw: Rinderhaut als Schlachtnebenprodukt kalkulieren

    Hallo Arnold.
    Die Frage soll nicht unbeantwortet bleiben, es geht schliesslich ums Geldverdienen.
    Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dass Rinder-oder Kalbshaut entweder auf Stueck oder auf kg bezahlt werden. Bei mir waren es Stueckpreise aber die Tiere hatten ein fast einheitliches Schlachtgewicht.
    Abzuege gab es fuer Einschnitte oder gar Loecher in der Haut.
    Ein Haeutehaendler in deiner Naehe gibt dir da sicher eine vernuenftige Auskunft.
    Die Haut ist ein nicht unerheblicher Faktor in der Nebenprodukte-Kalkulation.
    Frueher haben die Kopfschlachter fuer die Haut geschlachtet.
    Wenn du viele Kuehe schlachtest, solltest du auf Gallensteine achten. Diese werden, wenn sie getrocknet sind, sehr gut bezahlt. Auch dafuer gibt es Abnehmer. Ich weiss nicht in wie weit es heute noch ueblich ist die Pangreas und die Hirnanhangdruese von Schweinen zu sammeln. Das war zu meiner Zeit ueblich und brachte einen nicht unerheblichen Nebenlohn.
    Wir koennen uns weiter austauschen wenn du noch Detailfragen zur Schlachtung hast.
    Gruss
    Harald

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      #3
      Aw: Rinderhaut als Schlachtnebenprodukt kalkulieren

      Also Arnold,
      noch etwas eingehender zur Kalkulation der Rinderhaut oder in deinem Fall, der Kalbshaut.
      Abhaengig von der Rasse des Schlachttieres und auch abhaengig von der Jahreszeit in welcher du das Tier schlachtest, kann die Kalbshaut mehr oder weniger wiegen.

      Dazu kommt noch, wie lange ein Kalb Muttermilch getrunken hat. In der Regel wird ein Kalb schier enthaeutet, deshalb bleibt noch eine gewisse Fettauflage an der Haut.

      Wie ich schon schrieb, werden die Haeute, egal von welchem Schlachttier entweder auf kg oder auf Stueck bezahlt.
      Demzufolge kann es nur eine Einzelkalkulation jedes Tieres geben. Es ist also nicht moeglich, hier eine Fernprognose bzw. Kalkulation als Grundlage deiner Einnahmen zu stellen.

      Im Allgemeinen gilt, wie man die Schlachtvorerloese, also das Geld, welches man fuer die Schlachtier-Teile die nicht direkt als Fleisch* bezeichnet werden, erzielt oder bekommt in die Kalkulation einbringt.
      Bei Grossschlachtern gelten die Schlachtnebenprodukte auch gerne als 5. Viertel.

      Das heisst, dass die Erloese fuer das 5. Viertel nahezu alle Kosten der Schlachtung decken. (Transport, Schlachtung, Beschau, Kuehlung, Schlachtgebuehren etc.)
      Als Schlachtnebenprodukte werden zumindest die Leber, die Nieren, der Pansen, der Blaettermagen, die Daerme, die Kopfhaut, manchmal die Zunge aber hauptsaechlich die Haut bezeichnet.

      Hast du einen Haendler der auch die Pangraes, die Hypophyse, die Achillessehne, Gallensaft, Gallensteine, Hoerner und Klauen, Augenlinsen oder Euter von jungen Kuehen ankauft, kann sich deine Kalkulation sehr viel erweitern.

      Ich will mich nicht um Schlachtausbeuten streiten aber wenn ein Rind mit 100% Lebendgewicht am Haken haengt, haengen da noch ca. 55% des Lebendgewichtes. Demzufolge hat es ca. 45% waehrend der Schlachtung verloren.

      Dieser Schlachtverlust ist jedoch noch in Gegenwerten vorhanden. Unter anderem mit der Haut. Wie du diese Artikel nun verkaufst/ vermarktest kann kein Experte, - an die du deine Frage gerichtet hast- beantworten, denn niemand weiss weder das Lebendgewicht deines Schlachttieres noch die Ausbeuten.

      Also, ich bitte dich, bei der naechsten Anfrage oder Forderung an die Experten, praezisere Angaben zu machen.

      Wie ich schon schrieb, kannst du mich in allen Fragen ueber Tiertransport/ Schlachtung/Zerlegung/Teilstuecke/Wursten ansprechen. Wenn ich keinen Rat weiss, hat sicher einer aus unserem Team die richtige Antwort.
      Gruss
      Harald

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        #4
        Aw: Rinderhaut als Schlachtnebenprodukt kalkulieren

        Hallo meine Lieben,
        das sind Informationen mit den ich jedenfalls was anfangen kann!! Vielen Dank dafür!! Wie gesagt, es geht hier vor allem um Hausschlachtungen. Vermutlich wird das Kalb dran glauben müssen! Mir ist schon klar, dass die Haut ein wichtiger Schlachtnebenprodukt ist, deshalb mach ich das ja auch zum Thema. Ich kann mir vorstellen, dass die Häute früher viel mehr wert war als heute, wo man die noch zu Hause anstatt dem Teppich auf Boden ausgelegt hatte, oder an die Wand, als Deko hin gehängt hat...... Tja, die Zeiten haben sich geändert und heute macht man eher Gummibärchen oder Kollagendärme daraus. Aus meiner Lehrzeit heraus kenne ich, dass die Haut, gleich nach dem Schlachtprozess gesalzen wurde. Verwende ich Kochsalz oder NPS dafür? Alle weiteren Fragen wurden mir denke ich sehr kompetent und ausführlich beantwortet. Wenn ich sonstige Fragen dazu habe, komm ich gerne drauf zurück.

        Gruß
        Arnold

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          #5
          Aw: Rinderhaut als Schlachtnebenprodukt kalkulieren

          Moin Arnold.
          Verwende (wenn du es beschaffen kannst) grobes Kochsalz.
          Ansonsten feines.
          Streue oder reibe besonders sorgfaeltig die Kanten des Felles ein.
          Dann das ganze Fell gut einstreuen und zu einem Rechteck zusammen klappen.
          So kannst du es laenger lagern. Umgebung sollte kuehl sein.
          NPS ist nicht notwendig.
          Gruss
          Harald

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