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Hygienisch einwandtfrei

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    Hygienisch einwandtfrei

    Hygienisch einwandtfrei
    Auf die Wurstkette die durch die Haare gezogen wird bin ich besonders abgefahren…
    Auch Ringe und Nagellack, alles lecker…
    https://www.focus.de/gesundheit/expe...d_9462385.html


    #2
    Ich verstehe immer mehr, warum Teile der Gesellschaft Journalisten und die Print/TV - Medien als Lügenpresse bezeichnen. In dem Moment, wo jemand sachkundig einen Beitrag beurteilen kann und mitbekommt, dass der Beitrag keinerlei journalistischer Sorgfalt (früher Recherche) entspricht bekommt man einen Hals. Bei den zum größten Teil unsachlichen (generalisierenden) Berichte über die Fleischbranche wünscht man sich Artikeln über die fachliche Inkompetenz der heutigen Generation von Journalisten bei der Analyse von Themen. Dann müssten aber Journalisten über Journalisten recherchieren/schreiben - machen die nicht. Ne - wir (Kollege im Bericht gehört leider dazu) hauen uns mit Un- und Halbwissen umgekehrt für einen feuchte Hose wegen Medienpräsenz gegenseitig in die Pfanne! Einfach genial!

    Wie ist es eigentlich mit Reportagen die wesentlich größeren Einfluss auf unseren Wirtschaftsstandort und damit unserem Leben haben? Dies gibt mir viel mehr zu denken!!!

    Wo sind die Verbände bzw. die einzelnen Unternehmer die die entsprechenden Kanzleien endlich in Bewegung setzen, damit diese Leute wegen Verleumdungen vor den Kadi gezogen werden. Clemens, Christian, Michael usw. - bitte übernehmen.

    die

    geschwollene Halsschlagader

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      #3
      Ob hier Klagen und Gegenklagen wirklich die richtigen Instrumente sind, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Informationen zu, und Berichte über Lebensmittel werden zunehmen und schon fast konsequent auf der emotionalen Ebene gefahren. Da muss man sich nur fragen, welche Interessengruppierungen hinter solchen medialen Ergüssen stehen. Wenn wir aber als Branchenspezialisten zu solchen Informationen Stellung nehmen, so sind wir zum Vornherein als tierquälerische und sich schamlos bereichernde Lobbyisten abgestempelt.

      Was wir brauchen, sind sachlich korrekte Informationen an mündige und selbstverantwortliche Bürger, die mit dem heutigen Informationsfluss noch umzugehen wissen. Vielleicht müssten wir dringend mal Korrekturen angehen "in der Formation unserer nachkommenden Bürger und Konsumenten". Hier lohnt sich meiner Meinung nach ein massiver Einsatz von Schaffenskraft und Finanzen.

      Um den Einwand von Wuschel aufzunehmen: Wenn man dem Pressegirl ( und dem im Focus-Beitrag auftretenden Fachmann) einmal ganz sachlich und absolut dem heutigen Wissenstand entsprechend klarmachen könnte, was denn Hygiene in der Wurstproduktion unter dem Aspekt von HACCP bedeutet (und mittlerweile sind ja alle Lebensmittelbetriebe zur Anwendung eines HACCP-Konzepts verpflichtet), so würde das Pressegirl ziemlich schnell erkennen, dass aufgesetzte Fingernägel in einem Wurstereibetrieb aus Gründen der Lebensmittelsicherheit ein absolutes nogo sind. Und der eifrige Berufskollege im Filmausschnitt müsste mir mal seine HACCP Risikobeurteilung zu offen oder halb gedeckt getragenen, kürzeren und langen Haaren im Produktionsbereich zeigen. Da kämen dann die Aha-Erlebnisse und möglicherweise sogar die Erkenntnis, dass man selber möglicherweise weniger hygienisch unterwegs ist, als ein Zerlegebetrieb, der nicht zuletzt vor dem Hintergrund von Food Waste und Margendruck Separatorenfleisch zur weiteren Verarbeitung gewinnt unter Beachtung und Hochhaltung der Prozesshygiene gemäss seinem eigenen HACCP-Konzept und der rechtlichen Anforderungen an Lebensmittelsicherheit.

      Ich sehe bei meiner Arbeit sogar Forderungen von Einkaufsorganisationen, wonach Hackfleisch nur noch aus den Bratenstücken der Schulter hergestellt werden sollte, dabei aber nur Fleisch von Tieren der Handelsklassen Rind und Jungkuh verwendet werden dürfen. Schnetzelfleisch erster Qualität soll nur aus Hüften der Schweine und Rinder geschnitten werden, und das in grösseren Mengen nur handgeschnitten. Dass bei solchen Forderungen immer wieder mal ein Journalist auf Nichteinhaltung von Vorgaben stossen wird, und dann sofort von Gammelfleisch schreiben wird, liegt auf der Hand.

      Nutzen wir die Überzeugung aller Gutmenschen, zeigen wir ihnen die natürlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge schonungslos auf! Wir werden sehen, dass der elitäre Teil dieser Gutmenschengruppierungen die Widersprüche, in die sie sich laufend und zunehmend hinein schwätzen, von selber zu erkennen vermag und so plötzlich für ganz vernünftige Lösungsansätze in der Lebensmittelgewinnung, -verarbeitung und -distribution zu haben ist. Und die ganze Schafherde wird den Leithammeln mehr oder weniger blöckend hinterher laufen.

      Kürzlich haben sich in der Schweiz ein paar Hardcore-Vegetarier mit der Frage auseinandergesetzt, wie denn die vielen Alpweiden möglichst ökologisch sinnvoll genutzt werden könnten. Und siehe da, mit Bestückung durch Rinder, Schafe und Ziegen scheinen ökologisch sehr gute Resultate möglich zu sein. Bloss, was macht man denn mit all dem gealpten Weidevieh im Herbst??? Auch hier scheint eine Nutzung im natürlichen Nahrungskreislauf ökologisch durchaus sinnvoll zu sein. Um nun vor der eigenen Anhängerschaft nicht völlig kapitulieren zu müssen, wurde kurzum mit riesigem Marketingaufwand die Weideschlachtung mit gezieltem Schuss aus kurzer Distanz als die offenbar natürlichste und humanste Methode der ökologischen Fleischgewinnung angepriesen. Und flugs erschien der Konsum von derart ökologisch gewonnenem Fleisch unter gewissen Umständen auch für (ehemalige und teilzeitliche) Vegetarier legal zu sein.

      Zeigt den in Watte gepackten Weltverbesserern wie die Welt unter Anerkennung der unverrückbaren Fakten und Naturgesetze wirklich zu verbessern wäre, und das immer wieder nach dem Motto, steter Tropfen höhlt den Stein, und tragt damit euren kleinen, bescheidenen Teil bei zur Schaffung einer hoffentlich friedlicheren Welt.

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