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    Verdienst als Fleischermeister

    Servus ihr lieben,

    ich hatte vor einigerzeit eine Interessante unterhaltung mit diversen Metzgermeistern über Facebook.
    In erster Linie ging es um den Lohn den man heut als Fleischermeister erhält.

    Ich stelle mir grade ernsthaft die Frage ob ich wirklich noch einen Meistertitel anstreben soll,
    oder mich nicht anderweitig weiterbilden sollte. So wirklich rosig sieht das nicht aus.

    Google spuckt mir nen durchschnitssgehalt von 2900 euro brutto aus.
    Die Kollegen über Facebook haben mir Gehälter von 2100 euro bis 3000 euro brutto genannt.
    Bei teilweise 60 std Wochen.

    In habe derzeit das große Glück und verdiene in meinem Unternehmen als Geselle in leitender Position
    bereits 3600 brutto. Nur muss man auch für die Zukunft planen so nen Glück wird man vielleicht nicht ewig haben.

    Mir kommts halt wirklich spanisch vor. Sind die realen Verdienste eines Meisters im durchschnitt wirklich so gering ?




    #2
    Du musst zum Handwerksmetzger gehen, dort verdienst du besser. Letztendlich ist es aber auch da Verhandlungssache. Bis 6 tsd. Euro sind drinnen

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      #3
      Sorry Christoph,
      seit wann können Handwerksbetriebe besser bezahlen, als die Industriebetriebe?
      Und 6 tsd € habe ich für einen "gewöhnlichen Meister", bitte nicht falsch verstehen, aber in der Ausbildung rangiert der Meister nur noch auf Platz 4 hinter den Master-, Bachelor-, und Fleischtechnikerabsolventen, noch nie erlebt. Das sind vielleicht die Altmeister in der Industrie, die eine große Personalverantwortung haben und bereits seit 30 Jahren im Betrieb sind. Auf jeden Fall halte ich die 6 tsd für junge Meister schlicht weg für Nonsens.
      Außerdem ist die Fleischbranche nicht gerade dafür bekannt, dass sie super gute Gehälter bezahlt.
      Wenn du jetzt schon 3600 bekommst, hast du Glück (auch wegen deinem Verantwortungsbereich). Ein Meisterbrief wird an dem Gehalt nicht wirklich was ändern. Vielleicht 200 oder 300 €. Wenn du allerdings zukünftig mehr Verantwortung übernimmst, dann wird sich das stärker auf dein Gehalt auswirken.
      Liebe Grüße

      Jürgen Huber
      Huber Consult e.K.

      Metzgermeister,
      Betriebswirt d. Hdw.
      staatl. gepr. Fleischtechniker
      REFA-Prozessorganisator
      Unternehmercoach
      Fachberater für die Fleischwirtschaft

      www.fleischer-beratung.de

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        #4
        Ich habe nie gesagt Jungmeister Herr Huber, sonder das was im laufe der zeit möglich ist in einem Handwerksunternehmen. Eine gut laufende Metzgerei mit Herstellung von sämtlichen Wurstwaren kann solch einen Gehalt bezahlen, dann hast du aber auch eine 50-60 Stunden Woche

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        • Jürgen Huber
          Jürgen Huber kommentierte
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          OK. Es ist dann mit Sicherheit die Ausnahme. Ich gehe davon aus, dass sie einen solchen Meister kennen. Ich kenne keinen einzigen Betrieb der solch ein Gehalt zahlt.

        #5
        die Diskussion habe ich verfolgt..recht abenteuerlich was da teilweise genannt wurde. Es kommt natürlich auf die Region,den Betrieb und die Position an. Ich kenne Meister, die bekommen 5000 Brutto und haften im Gegenzug mit ihrem Gehalt. Soll heißen: Geht was schief und der Inhalt im Kutter muss in die Tonne, wird es am Ende des Monats recht teuer..geht alles gut, hat man eine nette Lohnabrechnung.


        Im Einzelhandel wird in der Regel besser gezahlt wie im Handwerk. In der Industrie ist das wieder was anderes.

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          #6
          Hier in Bayern sind Gehälter zwischen 4 und 5000 Euro Brutto ebenfalls möglich. Es kommt darauf an, wie lange man dabei ist, Alt Gesellen und Meister die schon länger dabei sind verdienen oft mehr als Tarif
          Zuletzt geändert von Magister; 19.06.2020, 11:35.

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            #7
            Hallo ,

            ich denke der durchschnitt in Deutschland liegt bei 2000 bis 3000 Brutto .
            Ich bin jetzt seid 5 jahren im Ausland taetig als Fleischermeister und dort werden 5000 euro ab gezahlt fuer unsere Qualification speziell hier in Asien .

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              #8
              In der zukunft wenn noch weniger fachkraefte in deutschland vorhanden sind werden die Loehne auch mehr ansteigen

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                #9
                Wollen wir mal hoffen dass das auch so für uns Fleischerei Verkäuferinnen und die Gesellen stattfindet. Mit 1200 - 1500 Euro kommt man nicht wirklich weit

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                  #10
                  Im Handwerk liegen die Gehälter für Neue Vertäge bei ca. 3200 Euro plus minus, kommt ein wenig auf das Verhandlungsgeschick an.

                  Im Ausland ist der Beruf besser bezahlt, doch sind Arbeitsplätze eher selten geworden, da die Firmen nicht mehr bereit sind teure Expats zu bezahlen.

                  Auch muss man unterscheiden zwischen Handwerk und Verkauf, doch den reinen Verkauf mag nicht jeder. Verkauf mit Produktion ist eher selten geworden, wäre aber noch eine Alternative, man kann zumindest Überbestände in Leberkäse oder einfache Bratwürste verwandeln.

                  Ansonsten müssen wir warten ob sich der Mittelstand jeh erholen wird, doch der Endverbraucher ist halt auch gezwungen zu sparen, da es in anderen Berufen nicht viel besser aussieht.

                  Schade ist nur, dass weder Supermärkte noch der Einzelhandel die Verkäuferinnen zu würdigen weis, es gibt natürlich Ausnahmen.
                  Ich selbst war lange Zeit im Verkauf, es gab immer Schwierigkeiten gute Verkäuferinnen zu finden.
                  Zuletzt geändert von Fleischbranche.de; 30.06.2020, 10:45. Grund: Textformat angepasst

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                    #11
                    Also die Gehälter stagnieren von Laden zu laden, von Region zu Region. Im Einzelhandel sind je nach Unternehmer bis 4500 Brutto drin würde ich behaupten. Vielleicht auch mehr wenn man wirklich gut ist. Im Handwerk wird im Normalfall schwächer bezahlt und mit der Industrie kenne ich mich nicht aus. Aber man hört das man da am besten bezahlt wird.

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                      #12
                      Spätestens jetzt nach bzw. während der Coronakrise wenn Werkverträge wegfallen wird man merken, dass Deutschland eigentlich nur noch wenig Meistermetzger und überhaupt Metzger hat. Vielleicht tut sich dann auch etwas an den Tariflöhnen...

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                        #13
                        Müsste / Könnte m.E.n. mehr verdienen als 2-3000 € brutto pro Monat. vor allen Dingen kann es nicht sein, dass durch die Coronakrise in manchen Betrieben 20-50 % mehr Umsatz generiert wird und die Mitarbeiter neben der Mehrarbeit davon nichts spüren. Wie wäre es denn mit einer Bonuszahlung liebe Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer? Überhaupt bin ich ein Freund von einer Beteiligung am Erfolg, dann bleiben die Mitarbeiter auch da und werden motiviert, besser zu werden.

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                          #14
                          Zitat von Gregor Brennecke Beitrag anzeigen
                          Hallo ,

                          ich denke der durchschnitt in Deutschland liegt bei 2000 bis 3000 Brutto .
                          Ich bin jetzt seid 5 jahren im Ausland taetig als Fleischermeister und dort werden 5000 euro ab gezahlt fuer unsere Qualification speziell hier in Asien .
                          Wie viel netto bleiben jeden Monat hängen? Wie viel bezahlst du für die Wohnung? Asien ist nicht jedermanns Geschmack!

                          Kommentar


                            #15
                            [ Überhaupt bin ich ein Freund von einer Beteiligung am Erfolg, dann bleiben die Mitarbeiter auch da und werden motiviert, besser zu werden. [/QUOTE]

                            Wie bei Porsche? Die bekommen jedes Jahr eine saftige Bonuszahlung, beim Streik der IGM sind das die ersten die am Werkstor stehen und Parolen brüllen. Ich könnte kotzen wenn ich sowas sehe.
                            Gerechte Löhne, da bin ich bei dir, aber keine Gewinnbeteiligung. Das unternehmerische Risiko trage immer noch ich und nicht der Arbeitnehmer, und sollte er sich Loyal verhalten dann kann man über einen Bonus reden.
                            Was aber allgemein in der Lebensmittelbranche bezahlt wird ist schlicht ein Trauerspiel.

                            Capi

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                              #16
                              Hallo Capi, ich habe mich wohl falsch ausgedrückt. Du hast recht, der Mitarbeiter soll hier nicht am Unternehmensgewinn beteiligt werden sondern einfach eine kleine Motivation dafür, dass er mehr arbeiten muss. Mitarbeiter sind das höchste Gut in einer Firma und das vergessen leider viele. Dann wundern sie sich darüber, dass sie zum Konkurrenten gehen. Naja, den großen Unternehmen wie Porsche, Lufthansa und Co. ist das alles ein bisschen anders

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                                #17
                                Ich gebe mal eins zu bedenken:
                                a) Porsche ist ein Unternehmen, das wenige extrem hochqualitative Autos für wenige gut verdienende oder reiche Menschen zur extrem hohen Preisen von wenigen sehr gut ausgebildeten Menschen baut. Porsche hat sich in vielen Jahrzehnten eine überragende, weltweite Marktposition in diesem Segment aufgebaut. Natürlich kann so ein Unternehmen auch Spitzengehälter zahlen.
                                b) Ein ähnliches Unternehmen kenne ich in der Fleischbranche nicht. Vielleicht liegt es in der Natur der Sache, das kann ich nicht beurteilen. Vielleicht sind einige in der Branche genau in dieser Richtung unterwegs. Es wäre schön, so ein ähnliches Unternehmen in der Fleischbranche zu haben. Das würde der ganzen Diskussion um die Fleischerzeugung, Tierhaltung und Tierwohl eine ganz andere Richtung, bessere Richtung geben.
                                E-Mail: post@rose-fleischtechnik.de

                                www.rose-fleischtechnik.de

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                                  #18
                                  Henry RoseDas mag schon sein, wenn ich aber am Ende des Jahres zwischen 8000€-10000€als Bonus bekomme und beim nächsten Tarifstreit der erste auf der Matte bin..... Jammern auf Höchstem Niveau, das können sie die Deutschen.
                                  Und zur Fleischbranche, alle Macht liegt beim Verbraucher, und so lange wie der billig"Fressen"will wird sich an der Misere auch nichts ändern.
                                  Und die Gewinnmarche Autoindustrie versus Fleischbranche ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
                                  Bei uns haben sie jetzt auch noch den Weihnachtsmarkt abgesagt, Mittlerweile kann ich über unsere Politik nur noch mit dem Kopf schütteln, siehe Tönnies, Blinder Aktionismus von Leuten die von der Branche keine Ahnung haben
                                  Ich denke höhere Hygiene Standards wie bei Tönnies kann es nicht geben, wem sonst haben wir die ganze Sche.....sonst zu verdanken?
                                  Aber ich schweife vom Thema ab.

                                  Capi

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                                    #19
                                    @Capi: Porsche ist tarifgebunden wie alle deutschen Autobauer. Streiks bei Porsche dienten 2015 und 2018 dazu bessere Löhne für alle Angestellten im Automobilbereich durchzusetzen. Die Streiks werden von der Gewerkschaft geplant, also auch bei welchem Autobauer zuerst gestreikt wird. Es gibt da meines Wissens nach keine Alleingänge von Porscheangestellten.
                                    E-Mail: post@rose-fleischtechnik.de

                                    www.rose-fleischtechnik.de

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                                      #20
                                      Das ist mir schon klar.
                                      Es besteht aber auch keine Pflichtmitgliedschaft in der Gewerkschaft.
                                      Loyalität gegenüber dem AG ist das für mich nicht.

                                      Capi

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                                        #21
                                        Darüber kann man streiten. Wie gesagt, das höchste Gut eines Unternehmers ist der Mitarbeiter. Damit verdient er sein Geld, schikanieren war gestern. Es geht darum, den Mitarbeiter zu motivieren, besser zu sein. Nicht nur kritisieren.

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