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Reportagen über die Fleischindustrie

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    Reportagen über die Fleischindustrie

    ..und traf einen, aber sowas von richtigem Metzger…
    https://www.focus.de/gesundheit/expe...d_9602084.html
    und im darauf folgenden Film gehts um Gefluegelwurst….nach, da werden die Verbraucher aber rischdisch verar…t.

    #2
    Ich möchte mal hier meinen „Pfeffer“ dazugeben. Die Blondine kann eigentlich nix dafür, der Dummschwätzer ist der Alte. Nix gegen Uralte Handwerksbetriebe aber liebe Kollegen, fragt euch doch mal eine Sache. Wollt ihr wirklich lebenslang stehen bleiben? Ich meine soll unsere Branche nicht weiter vorausschauend in die Zukunft blicken und auch mit dem Thema Automatisierung mitgehen? Stichworte Hightec. Ich würde mich freuen wenn ihr mal ein bisschen intensiver über unsere Zukunftperspektiven und die Zukunft unserer Kinder oder euren Nachwuchses denkt. Sorry, aber so alt eingefahrene Kollegen regen mich manchmal auf :-/

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      #3
      Wenn s.g. "Journalisten" in der gleichen Qualität hinsichtlich Missstände/Probleme/Strukturen usw. unserer Gesellschaft recherchieren kann ich deren Abwertung über das Wort "Lügenpresse" nachvollziehen. Leider.
      Dieser selbsternannte "Rächer" glänzt dermaßen mit Unwissen, dass einem die Hutschnur hochgeht. Beispiele: Kennzeichnung von Wasser bei einer Salami war für mich der Tiefpunkt technologischen Grundwissens (auch rechtlichen). Gewürze ungleich Würze, und Würze bindet kein Wasser - sondern liefert Glutaminsäure. Därme in Industrie nicht Wasser durchlässig. Was raucht er vor den Interviews, oder ist er nur mediengeil?

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        #4
        Ihr beide sprecht mir aus dem Herzen...!

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          #5
          Dieser Herr ist eine Schande für die Branche! Man sieht gleich, das er nicht authentisch ist. Und Fremdwasser in Salami weiß auch jeder Azubi, dass das nicht erlaubt ist

          m f g

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            #6
            Es gibt eine ganze Reihe von diesen Fakenews Videos aus, bessergesagt gegen der Fleischindustrie. Hier wieder was Neues: https://m.focus.de/gesundheit/expert...d_9646707.html
            Dummschwätzer wurde wieder befragt!
            Franz Voll: wenn Sie diesen Beitrag lesen fordere ich Sie auf, Ihren Meisterbrief bei der zuständigen Handwerkskammer unverzüglich wieder zurück zu geben. Sie verdienen diesen nicht! Sie verdienen einen anderen Titel: „Meister“ in Sachen Vertuschen und falsch darstellen sowie Meister in Fakenews verbreiten!

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              #7
              Ich habs auch gesehen Christoph. Unverstaendlich, dass da niemand Einhalt gebietet. Der Dummschwaetzer schadet dem gesamten Handwerk. Nicht nur der Industrie. Wo hat der ueberhaupt sein Geschaeft?

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                #8
                Dieser Herr "Franz Voll" ist kein Fleischermeister, sondern Journalist. Schaut mal hier: https://youtu.be/eUWd2ulLeCw. Oder hat der 'nen Zwillingsbruder??
                Ich verstehe absolut nicht wie ein Journalist den Fleischermeister mimen kann. Das ist doch eine Frechheit. Damit wird das Ganze doch komplett unglaubwürdig. Und die Frau Nickel macht da mit!

                Wie wärs wenn wir die beiden hier zu einer Stellungnahme einladen. Vielleicht verstehen wir es ja nur nicht richtig?
                Zuletzt geändert von Henry Rose; 26.09.2018, 10:55.
                E-Mail: post@rose-fleischtechnik.de

                www.rose-fleischtechnik.de

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                  #9
                  Moin Henry.
                  Das was du vorschlaegst halte ich fuer eine gute Idee. Ein offizielles Schreiben als Anfrage und der Bitte um Stellungnahme. Der Focus titelt den Mann Metzgermeister und die Reporterin nennt ihn Ex-Lebensmittelkontrolleur. Wenn er beides ist oder war, muessten Nachweise dafuer vorhanden sein.
                  Gruss

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                    #10
                    Das ist eine hervorragende Idee. Ich würde sofort mit unterschreiben. Nachdem ich diesen "Beitrag" gesehen habe konnte ich nur noch staunen und wollte es gar nicht glauben, dass ein Fleischermeister so einen Stuss erzählt. Wenn er keinen Titel hat, und er es so vorgibt, ist er ein Hochstapler, der übele Nachrede betreibt. Strafrechtlich verfolgbar?

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                      #11
                      Das wär ja was, wenn der Kollege garkein Kollege ist :-/

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                        #12
                        Hallo, ich habe heute bei der Focus online Redaktion angerufen und denen erzählt, was ihr hier raus gefunden habt. Frau Menden hat mich gebeten eine Mail zu schreiben, welche sie dann an die Redakteure weitergibt. Ich habe Ihr angeboten, dass sie doch mal einen ehrlichen Bericht verfassen sollen, damit die Verbraucher nicht immer wieder von solchen Scharlatanen verarscht werden.

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                          #13
                          Das ist doch mal ein konstruktiver Vorschlag und Vorgehensweise Smoky. Bin gespannt was daraus wird. Danke für dein Engagement...

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                            #14
                            Hallo nochmal,

                            anbei wollte ich die Mail die ich an die Redaktion geschrieben habe hier kurz reinstellen


                            Als ich das Video über einen Link aus dem Forum Fleischbranche.de gesehen habe bin ich aus allen Wolken gefallen. Zum einen über das, was der Herr Voll bezeichnet als „Fleischermeister“ dort von sich gibt:

                            Er prangert an, dass jede Salami die Industriell hergestellt wird, mit Farbstoff hergestellt produziert wird, was eine absolute Lüge ist.

                            Dann spricht er davon, dass die Wurstscheiben immer gleich sind, was ja auch bei einem standardisiertem Wurstdarm auch so sein sollte, zum zweiten müsste er wissen, dass die Slicer Anlagen mit deutlich besseren und schärferen Messern ausgestattet sind.

                            Er redet von Würze, obwohl auf dem Etikett Gewürze steht und Würze ist sicherlich kein Zusatzstoff um Wasser zu binden, das ist absoluter Blödsinn, was er da erzählt.

                            Dann kommt der größte Fauxpas, er prangert das Trinkwasser in der Salami an. In dem Video bei 1.22 min. ist das Etikett der besagten Salami zu sehen worauf klar zu erkennen ist, dass in der Zutatenliste kein Trinkwasser aufgeführt ist, was er bei 1.50 in dem Video anprangert, dies ist aber ein Etikett für Bierschinken also ein völlig anderes Produkt.

                            Dann redet er von der Gewürzmischung bzw. den Gewürzen die „Metzgermeister“ Voll so in „seiner“ Salami einsetzt unter anderem Muskat!! Mein Gott!!

                            Dann spricht er von Raucharomen und vom Lackieren einer Wurst. Man kann mit Flüssigrauch auch räuchern und es ist zu deklarieren als „Rauch“

                            Und nun kommen wir zu dem größten „Betrug“

                            Franz Voll ist kein Fleischermeister er ist Journalist!! Das ist doch nicht Ihr ernst oder?

                            In dem YouTube Video ganz klar wieder zu erkennen. https://youtu.be/eUWd2ulLeCw (https://youtu.be/eUWd2ulLeCw)

                            Ich würde Herrn Voll fragen: "Kennen Sie Dieter Nuhr"?

                            Der sagte damals: Wenn man keine Ahnung hat....

                            Ich würde mich freuen, wenn Sie mal einen wirklich objektiven Bericht verfassen würden und nicht dem Bürger so einen Mist auftischen. Ich bin gerne bereit Fragen zu beantworten und würde mich freuen, wenn ich ein Feedback bekommen würde.

                            Vielen Dank!!

                            Mit freundlichen Grüßen / Kind regards

                            Frank Born

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                              #15
                              Moin Frank. Deine Aktion und dein Brief in allen Ehren, doch er wird nicht viel bewirken. Es ist eine Beschwerde, die von einem fuehrenden MSM-Blatt entweder ignoriert wird oder man stellt die Reportagen ein. Ich muesste mich schon sehr taeuschen wenn es anders kommen wuerde und man dir antwortet. Ich haette das etwas anders angefangen, denn ich moechte den Herren, dessen Adresse ja sicher bekannt ist, zu einer oeffentlichen Stellungnahme bewegen. Dazu muesste dann eine Anfrage an ihn ergehen die er beantworten kann oder auch nicht. Kann er, wissen wir woran wir sind, kann er nicht wissen wir was er fuer ein Vogel ist und koennen dementsprechend reagieren. In der Anfrage muessten dann die Fragen stehen wo und wann er die Meisterpruefung im Fleischerhandwerk abgelegt hat und wo und wann er als Lebensmittelkontrolleur taetig war. Wenn er diese beiden Fragen nicht korrekt beantwortet, ist er ein Hochstapler. Kann er Nachweise erbringen kann man zumindest bei der zustandigen HWK oder Innung intervenieren. Auch dann, wenn er die Anfrage nach einer Frist unbeantwortet laesst. Gruss

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                                #16
                                Sehr geehrter Herr Born,

                                vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme und Ihr Interesse an FOCUS Online.
                                Ich habe Ihre E-Mail mit den Anmerkungen an die Kollegen des zuständigen Ressorts weitergeleitet. Diese haben auf gleichem Wege auch Ihre Kontaktdaten erhalten. Je nachdem, wie die Kollegen entscheiden, werden wir ggf. erneut mit Ihnen Kontakt aufnehmen.
                                Bei sonstigen Rückfragen zu FOCUS Online stehen mein Team und ich jederzeit gern zu Ihrer Verfügung.

                                Mit freundlichen Grüßen
                                Kathrin Menden

                                User Service
                                FOCUS Online | +49 89 9250-3292
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                                  #17
                                  Ich habe noch mal über Herrn Voll recherchiert.
                                  Er hat wohl Metzger gelernt, und war auch in verschiedenen Positionen in der Fleischwirtschaft, sowohl im Handwerk als auch in der Industrie tätig. Er hat auch ein Buch über, sagen wir mal vorsichtig ausgedrückt, die Unterschiede zwischen Handwerk und Industrie geschrieben.
                                  Mehr Informationen dazu findet Ihr hier: http://www.faz.net/aktuell/feuilleto...-15142002.html
                                  Ob er wirklich die Meisterprüfung gemacht hat, konnte ich noch nicht herausfinden.
                                  Mal abgesehen von den fachlichen Fehlern, finde ich sein ganzes Auftreten bei Focus online voll daneben.
                                  In diesen Focus - Videos wird suggeriert (Anmoderation, Kleidung, Hintergund Fleischerladen), dass er ein aktiv tätiger Fleischermeister mit eigenem Geschäft wäre, was ja nun definitiv nicht stimmt. Ich halte das für ganz ganz schlechten Journalismus. Die Zuschauer werden hinters Licht geführt. Irgendwie habe ich den EIndruck, dass da Content auf Kosten von Focus-Online gemacht wird. Wenn ich Focus wäre, würde ich die sofort rausschmeißen.

                                  E-Mail: post@rose-fleischtechnik.de

                                  www.rose-fleischtechnik.de

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                                    #18
                                    Wer auch nur ein bisschen Ahnung von Menschenkenntnis hat sieht doch, dass der Typ nicht ganz sauber ist

                                    Kommentar


                                      #19
                                      Hallo Frank. Hast du noch einmal etwas zu der Sache von FOCUS Online gehoert? Es sind ja nun mittlerweile wieder 3 Wochen ins Land gegangen.
                                      Gruss wuschel

                                      Kommentar


                                        #20
                                        Ja genau Smoky! Was sagt Focus online dazu??

                                        Kommentar


                                          #21
                                          Hallo zusammen. Mich würde ebenfalls interessieren, ob sich von Focus jemand gemeldet hat!? Ich habe nämlich vor 4 Wochen auch einen Beitrag an Herrn Nelson Müller geschrieben, außer einer automatisierten E-Mail kam bisher keine Rückmeldung. Anscheinend nehmen die Rundfunkanstalten das Feedback der Zuschauer nicht ernst!? Was ist die Absicht solcher Beiträge? Fleischverarbeiter negativ darzustellen? Einschaltquoten zu generieren auf Kosten der Fleischindustrie?
                                          Anbei meine Nachricht an Herrn Müller:

                                          Sehr geehrter Herr Müller,
                                          mit großem Interesse habe ich in der Vergangenheit Ihre Beiträge zum Thema Lebensmittel verfolgt. Auch in der „Küchenschlacht“ sind Sie einer meiner beliebtesten Moderatoren. Zu der von Ihnen moderierten Sendung „Nelson Müllers Lebensmittelreport“ (https://www.zdf.de/dokumentation/zdf...eport-100.html) vom 11.09.18 seien mir untenstehend einige Anmerkungen gestattet.

                                          Es ist zutreffend, dass die Rinderrasse der Simmentaler nicht geschützt ist. In Deutschland und Österreich wird die Rasse des Fleckviehs auch unter dem Synonym Simmentaler genannt. (https://www.simmental.de/), was durchaus üblich und legitim ist. Die Rinderasse Simmentaler wird auf der Homepage des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (https://www.praxis-agrar.de/tier/rin.../fleischrassen/) nicht aufgeführt. Auch hier taucht nur die Bezeichnung Fleckvieh auf.
                                          Bei Ihrem Besuch des Landwirtes in der Schweiz schließen Sie Ihre Ausführungen mit Blick auf die im Fleischfett der Rinder enthaltenen Omega-3-Fettsäuren mit dem Satz ab, dass das Fleisch vom Schweizer Simmentaler Rind durch diese hochwertigen Fettsäuren auch noch gesund sei, neben der ;Marmorierung ein weiteres Abgrenzungsmerkmal zu dem von Supermärkten angebotenen Fleisch von „angeblichen“ Simmertaler Rindern. In der Tat haben Untersuchungen (https://www.muva.de/muva/web.nsf/gfx...2572DD004EC514/$file/Omega-3-Fettsaeuren.pdf) (
                                          https://www.grassland-organicfarming...%20Fleisch.pdf) gezeigt, dass der Gehalt von auf Alpweiden gehaltenen Tieren an Omega-3-Fettsäuren höher ist als bei in Stallhaltung mit Silage und Kraftfutter gefütterten Tieren. Gemäß veröffentlichten Nährwertberechnungen sind in 100 g mittelfettem Steak von Rindern zusammen 118 mg der Omega-3-Fettsäuren Linolensäure, Arachidonsäure und Eicosapentaensäure enthalten. Es erscheint mir fraglich, in diesem Zusammenhang den Begriff „gesund“ zu assoziieren, ich bin mir auch nicht sicher, ob diese Aussage mit der Health-Claim-Verordnung vereinbar ist. Die kommentierende Dame sagt aus, das Weidegras und Weidekräuter reich an Omega-3-Fettsäuren sind, die man dann auch im Fleisch wiederfindet. Ein Teil dieser Fettsäuren wird allerdings im Pansen der Tiere hydriert und ist danach nicht mehr die ursprüngliche Fettsäure.
                                          Nun zur Zubereitung der Burger. Beim wiederholten Anschauen der Sendung fiel mir auf, dass das beim Handwerksmetzger erworbene Hackfleisch eine deutlich grobere Körnung aufwies als das Hackfleisch aus dem Supermarkt. Damit hatte das „Billighackfleisch“ eine wesentlich größere Oberfläche, es wurden also mehr Muskelzellen eröffnet, was eine Ursache für das stärkere Spritzen in der Pfanne gewesen sein dürfte. Die Herstellung der rohen Burger erfolgte nach meiner Einschätzung nicht unter standardisierten Bedingungen. Wohlwissend, dass Kochsalz das Wasserbindevermögen der Muskelproteine Aktin und Myosin maßgeblich beeinflusst, hätte das Fleisch beider Patties abgewogen und mit der gleichen prozentualen Kochsalzmenge versehen werden müssen. Auch eine genau definierte Knetzeit mit gleicher Knetintensität hätte die Vergleichbarkeit positiv beeinflusst. Weiterhin wäre es sicherlich für den Ausgang des Versuches entscheidend wichtig gewesen, die Patties unter definierten Bedingungen vergleichbar zu braten, zum Beispiel mit einem Kontaktgrill.
                                          Bezüglich der Aussage zum Wassergehalt bzw. Wassereinlagerung von Rinderhackfleisch ist anzumerken, dass der Gehalt an Wasser in Abhängigkeit vom jeweiligen Fettgehalt schwankt. Bei den im Labor ermittelten Prozentangaben wäre es also von entscheidender Bedeutung, wenn gleichzeitig der Fettgehalt analytisch ermittelt worden wäre. Die Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse schreiben für Rinderhackfleisch einen Mindestgehalt von 14 % an Bindegewebseiweißfreiem Fleischeiweiß (BEFFE) vor. Es ist davon auszugehen, dass dieser Wert in allen Proben eingehalten war, bei dem Hackfleisch von Norma sogar darüber lag, was wiederum den Wassergehalt von 71 % erklären würde.
                                          Die Mutmaßung über einen höheren Wassergehalt bei Billighackfleisch ist nicht zutreffend, dieser ist bei Rinderhack mit vergleichbarem Fettanteil durchweg gleich hoch ist und bei magerem Hackfleisch bis zu 73 % beträgt. Ein entscheidender Faktor für das beschriebene starke Spritzen des Billigburgers ist das Wasserbindevermögen (WBV) der Muskelproteine, in erster Linie des Aktins und Myosins. Bei Rindfleisch ist der Tiefststand des pH-Wertes in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren durch Bildung von Milchsäure bei der anaeroben Glykolyse nach ca. 48 Stunden erreicht. Bei diesem pH-Wert weist das Fleisch das geringste WBV auf. Es trifft zu, dass bei längerer Reifezeit mit ansteigendem pH-Wert auch das WBV wieder zunimmt. Hier stellt sich allerdings die Frage, ob zur Herstellung des teuren Hackfleischs tatsächlich länger gereiftes Fleisch verwendet wird, was aus wirtschaftlicher und mikrobiologischer Sicht fragwürdig erscheint. Wobei im Markt solche Produkte teilweise angeboten werden, wie z.B. „Dry aged Burger“ (Siehe: https://www.meinmetzger.de/index.php...co/burger.html).
                                          Bezüglich der sensorischen Einordnung der beiden Burger und der festgestellten „Tranigkeit“ des Billigburgers habe ich mich gefragt, ob wie in dem Beitrag zu sehen nur der Billigburger mit dem Öl beträufelt wurde oder beide. Ein anderer Grund für die beschriebene Wahrnehmung könnte auch die bekannte Einwirkung der High-O2 MAP (Modifizierte Schutzatmosphäre mit hohem Sauerstoffanteil) auf die Fettmoleküle sein, sicherlich ein Nachteil bei industriell hergestelltem Hackfleisch, das derart für längere Lagerung bei guter Farbhaltung konditioniert wird. (Siehe: http://www.cvua-rheinland.de/wordpre...richt-2014.pdf, Seite 9ff).
                                          Mir ist bewusst, dass Sie nicht alleine für die Inhalte der Berichterstattung Verantwortung tragen, sondern dass das Team um Sie herum die Recherchen vorgenommen hat. Vor dem Hintergrund des Buches von Herrn Claus Kleber mit dem Titel „Rettet die Wahrheit“ war es mir ein Bedürfnis, Ihnen meine Stellungnahme zukommen zu lassen. Ein weiterer Grund war, dass in jüngerer Vergangenheit auch von anderen Sendern Beiträge ausgestrahlt wurden, die sehr einseitig gestaltet waren und fachlich falsche Darstellungen enthielten.
                                          (Siehe: https://forum.fleischbranche.de/forum/allgemeines-forum/plauderecke/41794-reportagen-über-die-fleischindustrie)

                                          Was sagt ihr dazu?
                                          Zuletzt geändert von Fleischbranche.de; 29.10.2018, 13:04. Grund: Textformat angepasst

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                                            #22
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                                            es wurde in der Branche die letzten Jahrzehnte unterschätzt, wie wichtig eine vergleichbare stringente Argumentationskette nach außen ist. Dies wäre nur über eine richtige Lobby möglich - dann könnten Resultate wie z.B. in der Schweiz erzielt werden (siehe Ferkelkastration).

                                            Sie werden leider keinerlei Reaktion erreichen (Ausnahme - entsprechende millionenschwere Werbungskontrakte!), habe vergleichbare Erfahrungen mit den öffentlich rechtlichen gemacht. Es geht nur um die schlechte Nachricht - die bringt Klicks.

                                            Nur die Verbände (oder große Unternehmen) hätten vor ca. 20 Jahren (wo dieses mediale Prügeln auf die Branche richtig begann) die Möglichkeit mittels Gegendarstellung bis hin zur einstweiligen Verfügung gehabt, einige Selbstdarsteller in ihre Schranken zu weisen. Leider wurde dies damals versäumt. Jetzt traut sich keiner mehr. Warum? Ruf ist so schlecht - getroffene Hunde bellen!

                                            Der schwerwiegendste Fehler ist aber, dass nur sehr wenige unserer Branche eine vergleichbare Argumentationskette, mit diesem hohen Grad an Sachlichkeit/Professionalität wie Sie, herleiten können. Respekt. Aber warum so wenige? Liegt dies vielleicht am Ausbildungsniveau unserer Branche? Wie viele können noch vom Tier, über Transport/Schlachtung/Reifung/Wasserbindevermögen usw. bis hin zum Versuchsaufbau für die Bewertung von Variationen im Gesamtprozess (Tier - Fleisch/Fleischerzeugnis) sachliche Schlussfolgerungen treffen und entsprechend argumentieren? Ach so, diese Lücken schließen wir perspektivisch über die vielen Bachelors - Lebensmittelmanagement, Kulinaristik, Qualitätsmanagement, Lebensmittelsicherheit - plus Controller.

                                            Übrigens, wenn die deutschen Meisterschulen ihre guten Absolventen dazu befähigen, Ihrer Argumentationskette inhaltlich zu folgen, dann würde ich den ersten Schritt für ein vernünftiges Ausbildungsniveau von Entscheidungsträgern sehen. Nur - wie bekommt man dies in max. 12 Wochen hin? Findet den Fehler!

                                            Gruß


                                            Monogastrier

                                            (muss mit meinem "zugefütterten" Fettsäuremuster leben - mehr Richtung gesättigt - sprich kernig!)

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                                              #23
                                              Niemand hat Zeit für solche Aktionen. Weisen wir heute einen Selbstdarsteller in seine Schranken, stehen morgen fünf neue vor der Tür, willkommen im Informationszeitalter. Es ist der sprichwörtliche Kampf gegen Windmühlen. Der DFV empfiehlt bereits seit geraumer Zeit, bei Anfragen vom Fernsehen u.ä. äußerst vorsichtig zu sein. In der Regel soll über ein bestimmtes Thema berichtet werden, leider nur selten in unserem Sinne. Das Ergebnis des Beitrages steht von vornherein fest, es fehlen nur ein paar Bilder und ein Dummer der sich vor die Kamera stellt. Wie es scheint, müssen wir mangels Lobby diese Hanswurste so hinnehmen. Der Argumentationskette von unwichtig zolle ich ebenfalls Respekt - halte sie aber aus o.g. Gründen für Zeitverschwendung.

                                              Viele Grüße,
                                              Thomas

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